Nigeria: 64 Menschen sterben bei Selbsmordanschlägen

Nigeria: 64 Menschen sterben bei Selbstmordanschlägen

Eine Serie von Selbstmordanschlägen zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan hat im Nordosten Nigerias mindestens 64 Menschen in den Tod gerissen.

Die Explosionen in den Städten Gombe und Damaturu wurden der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram zugeschrieben, wie Behörden am Freitag mitteilten. Zwei Selbstmordattentäterinnen töteten den Angaben zufolge zwölf Menschen während eines Gebets auf einem Platz in Damaturu. Weitere 50 Menschen starben durch zwei Bombenexplosionen auf einem Markt in Gombe.

75 Menschen wurden verletzt in Hospitäler gebracht. Viele Anwohner überlegten nun, ob sie zu den Eid Al-Fitr Feiern gehen sollen, die zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan stattfinden, hieß es.

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Boko Haram will im überwiegend muslimischen Norden des Landes einen islamischen Gottesstaat errichten. Seit 2009 kämpfen sie dafür mit Gewalt. Während des Ramadan hatte die Gruppe ihre Anschläge noch einmal verstärkt. Damit folgten die Extremisten einem Aufruf der Terrormiliz Islamischer Staat, der sie sich Monate zuvor untergeordnet hatten.

(ap)