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Nicolas Sarkozy steigt wieder in die französische Politik ein

Paris : Sarkozy steigt wieder in die französische Politik ein

Zweieinhalb Jahre nach seiner Niederlage bei der französischen Präsidentenwahl hat Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy seine Kandidatur für den Posten des Parteichefs der konservativen UMP angemeldet. Dies gilt als erster Schritt für eine Kandidatur bei der Wahl eines Staatspräsidenten 2017. Sarkozy war von 2007 bis 2012 Staatschef. Nach nur einer Amtszeit verlor er die Abstimmung gegen den Sozialisten François Hollande.

Die bereits früher von ihm geleitete UMP, die derzeit in der Opposition von Affären geschüttelt wird, wolle er von Grund auf umkrempeln, kündigte Sarkozy an. Er wolle aus der Partei ein breites Sammelbecken ohne die "traditionellen Spaltungen" machen.

Im Kampf um den Vorsitz der kriselnden UMP wird es bei der Wahl am 29. November mehrere Kandidaten geben. Der Bürgermeister von Bordeaux und frühere Regierungschef Alain Juppé gilt dabei als Hauptkonkurrent. Gegen Sarkozy läuft aktuell ein strafrechtliches Verfahren wegen des Verdachts auf Korruption.

(dpa)