Gefahr im Roten Meer Huthi-Rebellen wollen alle Schiffe mit Ziel Israel angreifen

Sanaa · Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen haben gedroht, künftig Schiffe jeglicher Nationalität auf dem Weg nach Israel an der Durchfahrt im Roten Meer zu hindern.

Bewaffnete Jemeniten zeigen ihre Solidarität mit den Palästinensern (Archivbild).

Bewaffnete Jemeniten zeigen ihre Solidarität mit den Palästinensern (Archivbild).

Foto: AFP/MOHAMMED HUWAIS

In einer Erklärung vom Samstagabend hieß es, nur Frachtern, die Hilfsgüter für den Gazastreifen lieferten, würde die Durchfahrt gewährt. Alle anderen würden zum „legitimen Zielen unserer Streitkräfte“. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen greifen Israel seit Ausbruch des Gaza-Krieges immer wieder unter anderem mit Drohnen und Raketen an. Zuletzt hatten sie auch mehrfach Schiffe im Roten Meer attackiert.

Als Reaktion auf die Angriffe gegen Handelsschiffe im Roten Meer durch die Huthi-Rebellen hat die US-Regierung bereits am Donnerstag Sanktionen verhängt. Diese richteten sich gegen 13 Personen und Einrichtungen, denen die USA vorwerfen, die Huthi-Rebellen mit Geldern aus dem Verkauf und Versand iranischer Waren zu versorgen, teilte das US-Außenministerium mit. Es handele sich um ein „komplexes Netz von Wechselstuben und Unternehmen“ in verschiedenen Ländern. Das US-Finanzministerium sprach von Dutzenden Millionen US-Dollar, die die Rebellen bekommen hätten.

„Die Huthis erhalten weiterhin Finanzmittel und Unterstützung aus dem Iran, und das Ergebnis ist nicht überraschend: grundlose Angriffe auf die zivile Infrastruktur und die Handelsschifffahrt, die die Sicherheit auf See stören und den internationalen Handel bedrohen“, teilte die US-Regierung mit. Als Folge der Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA gesperrt. US-Bürgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind Geschäfte mit den sanktionierten Firmen und Personen untersagt.

An der jemenitischen Küste vorbei führt einer der wichtigsten Schifffahrtswege der Welt vom und zum Suezkanal in Ägypten. Dieser Kanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet damit die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg von Asien nach Europa. Etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels laufen über das Rote Meer.

(felt/dpa)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort