Eine Angehörige berichtet Zwölfjährige französische Geisel hat in Gewalt der Hamas „Schreckliches“ erlebt

Paris · Ein aus der Gewalt der radikalislamischen Hamas freigelassener minderjähriger Franzose hat nach Angaben seiner Tante während der mehrwöchigen Gefangenschaft „Schreckliches“ erlebt.

Menschen gehen an einer Wand mit Fotos von etwa 240 Geiseln vorbei, die während des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober entführt wurden.

Menschen gehen an einer Wand mit Fotos von etwa 240 Geiseln vorbei, die während des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober entführt wurden.

Foto: dpa/Mahmoud Illean

Ein aus der Gewalt der radikalislamischen Hamas freigelassener minderjähriger Franzose hat nach Angaben seiner Tante während der mehrwöchigen Gefangenschaft „Schreckliches“ erlebt. Ihr Neffe Eitan sei im Gazastreifen geschlagen worden, „obwohl er ein zwölfjähriges Kind ist“, berichtete Deborah Cohen am Dienstag im französischen Sender BFMTV unter Berufung auf Gespräche mit der Mutter des Jungen. Die Hamas hätte ihn zudem gezwungen, Videos der bei dem Angriff auf Israel am 7. Oktober begangenen Gräueltaten anzusehen.

„Jedes Mal, wenn ein Kind weinte, bedrohten sie es mit einer Waffe, um es zum Schweigen zu bringen“, sagte Cohen. Sie habe hoffen wollen, dass ihr Neffe in der Gefangenschaft gut behandelt wurde. „Offensichtlich nicht“, sagte die Tante. Die Kämpfer der Hamas seien „Monster“.

Der zwölfjährige Eitan sowie zwei weitere minderjährige französisch-israelische Geiseln waren am Montagabend im Zuge der zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas vereinbarten Feuerpause freigelassen worden.

Seit Beginn der Feuerpause am Freitag wurden bis Dienstagmittag insgesamt 50 israelische Geiseln aus der Gefangenschaft der Hamas freigelassen. 24 weitere Geiseln, viele von ihnen Thailänder, kamen im Rahmen gesonderter Vereinbarungen frei. Im Gegenzug hatte Israel insgesamt 150 palästinensische Häftlinge freigelassen.

Die zunächst für vier Tage vorgesehene Feuerpause wurde um zwei Tage verlängert, was die Freilassung weiterer Menschen möglich macht. Die Hamas hatte bei ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober insgesamt rund 240 Menschen als Geiseln verschleppt.

(mka/AFP)
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