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Nach Nato-Gipfel: China weist Kritik scharf zurück

Peking beklagt übertriebene „Bedrohungstheorie“ : China weist Kritik der Nato scharf zurück

Die Nato-Staaten haben bei ihrem Gipfel am Montag viel über China gesprochen und einen härteren Kurs beschlossen. Peking fordert die Nato zu einer rationalen Betrachtung auf.

China hat die Kritik der Nato scharf zurückgewiesen. Die Nato übertreibe die von China ausgehende Bedrohung und schaffe damit Konfrontation, erklärte die chinesische Vertretung bei der EU am Dienstag. Sie forderte die Nato auf, „Chinas Entwicklung rational zu betrachten“, nicht länger verschiedene übertriebene Formen einer „Bedrohungstheorie“ zu verbreiten und Chinas „legitime Interessen und Rechte“ nicht länger als Vorwand für Manipulation und die „künstliche“ Schaffung von Konfrontation zu nutzen.

Bei ihrem ersten Gipfeltreffen mit US-Präsident Joe Biden hatten die Staats- und Regierungschefs der Nato am Montag in Brüssel erstmals deutlich gegenüber China Position bezogen. Peking stelle durch sein Verhalten „eine systemische Herausforderung für die regelbasierte internationale Ordnung“ dar, hieß es in der Abschlusserklärung des Gipfels.

Während Biden die europäischen Nato-Mitglieder drängte, stärker China ins Visier zu nehmen, mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), im Umgang mit China „die richtige Balance zu finden“. China sei Rivale in vielen Fragen, aber gleichzeitig auch Partner für viele Fragen.

(c-st/AFP)