1. Politik
  2. Ausland

Nach iranischen Raketenangriffen: Deutsche Soldaten im Nordirak unversehrt

Nach iranischen Raketenangriffen : Deutsche Soldaten im Nordirak unversehrt

Die iranischen Vergeltungsangriffe auf US-Militärziele im Irak haben auch den Raum Erbil getroffen. Dort sind noch mehr als 100 deutsche Soldaten stationiert, denen nichts passiert ist. Die Region um Bagdad hat die Bundeswehr verlassen.

Die im nordirakischen Erbil stationierten Soldaten der Bundeswehr sind nach den iranischen Raketenangriffen auf Militärziele in dem Land unversehrt. „Wir stehen in Kontakt mit den Soldaten. Den Soldaten geht es gut“, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zu den weiteren Folgen der iranischen Raketenangriffe konnte der Bundeswehrsprecher keine Angaben machen. „Uns geht es zunächst um die Sicherheit der Soldaten“, sagte er.

Der Iran hat in der Nacht zum Mittwoch als Vergeltung für die Tötung seines Top-Generals Ghassem Soleimani nach US-Angaben zwei auch von den US-Streitkräften genutzte Militärstützpunkte im Irak angegriffen, darunter eine Basis im Raum Erbil. Unbestätigt blieben Berichte, wonach auch der am Vortag von der Bundeswehr geräumte Militärkomplex Tadschi im Großraum Bagdad von Raketen getroffen wurde. Dort hatte die Bundeswehr irakische Sicherheitskräfte ausgebildet.

In dem nordirakischen Kurdengebiet sind noch mehr als 100 deutsche Soldaten im Einsatz. Sie haben ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Die Bundeswehr ist im Irak als Teil der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Insgesamt sind etwa 400 Soldaten im Einsatz, die meisten davon auf der jordanischen Luftwaffenbasis Al-Asrak. Von dort wird auch das deutsche Kontingent geführt.

Die Ausbildung von irakischen Sicherheitskräften wurde nach der Tötung des iranischen Generals ausgesetzt. Von Jordanien aus ist die Luftwaffe auch mit Tornado-Aufklärern und Tankflugzeugen am Einsatz gegen die Terrormiliz IS beteiligt - darunter mit Flügen über Syrien und dem Irak. Dies war in den vergangenen Tagen fortgesetzt worden.

(zim/dpa)