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Richter: Treffen ist gescheitert: Mursi hält an Verfassungserklärung fest

Richter: Treffen ist gescheitert : Mursi hält an Verfassungserklärung fest

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi ist auch nach einem Treffen mit Mitgliedern des Obersten Richterrates nicht von seiner umstrittenen Verfassungserklärung abgerückt.

Mursis Sprecher, Jassir Ali, erklärte am späten Montagabend auf Nachfragen von Journalisten, Mursi rücke nicht von seiner Position ab. Die Richter betonten, das Treffen sei "gescheitert".

Sie wollten ihren Streik daher nicht abbrechen, sagte der Vorsitzende der Richtervereinigung von Alexandria, Essat Adschwa, der Zeitung "Al-Masry Al-Youm". Da man sich nicht habe einigen können, sei die Erklärung, die Mursis Sprecher anschließend abgegeben habe, auch so dürr ausgefallen, fügte er hinzu.

Ali hatte gesagt, Mursi habe den Richtern erklärt, er respektiere die Unabhängigkeit der Justiz. Die von ihm verkündeten Dekrete beträfen nur Fragen der "Souveränität".

Gegner des islamistischen Staatschefs wollen am Dienstagnachmittag auf die Straße gehen, um die diktatorischen Machenschaften Mursis zu kritisieren. Die Muslimbrüder, die hinter Mursi stehen, haben eine ebenfalls für Dienstag geplante Kundgebung abgesagt. Zur Begründung hieß es, man wolle Zusammenstöße verhindern.

(dpa)