Möglicher Interessenskonflikt: Trump soll bereits im Juni alle Aktien verkauft haben

Möglicher Interessenskonflikt : Trump soll bereits im Juni alle Aktien verkauft haben

Der designierte US-Präsident Trump hat angeblich bereits im Juni all seine Aktien verkauft. Das sagte sein Berater Jason Miller am Dienstag. Trump hatte zuvor mal wieder getwittert – über den Neukauf einer "Air Force One".

Der designierte US-Präsident Trump hat angeblich bereits im Juni all seine Aktien verkauft. Das sagte sein Berater Jason Miller am Dienstag. Trump hatte zuvor mal wieder getwittert — über den Neukauf einer "Air Force One".

Donald Trump soll also seine Aktien verkauft haben, sagte sein Berater. Miller lieferte jedoch keine Beweise und nannte auch keine Firmen, deren Aktien Trump verkauft haben soll. Anlass der Aussage war ein Tweet des baldigen US-Präsidenten, wonach Trump forderte, einen Multimilliarden-Dollar-Auftrag für neue US-Präsidentenmaschinen beim US-Flugzeugbauer Boeing zu stornieren.

Ein Journalist fragte Miller daraufhin, ob Trump denn Aktien an Boeing besitze. Miller antwortete, diese seien bereits im Juni verkauft worden. Ob sich darunter auch welche von Boeing befunden hätten, wisse er nicht. Als die Nachrichtenagentur AP nachhakte, bekräftige Miller, dass er tatsächlich alle Aktien Trumps gemeint habe — nicht nur die von Boeing.

Trump hatte getwittert, er wolle die Maschinen stornieren, weil die Preise für die zwei neuen Maschinen der "Air Force One" auf mehr als vier Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) gestiegen seien. Die Kosten seien "außer Kontrolle", kritisierte Trump am Dienstag. "Annulliert den Auftrag!", schrieb er.

Der US-Flugzeughersteller hatte im Januar 2015 den Zuschlag für die Lieferung der neuen Präsidentenmaschinen erhalten. Sie sollen als hochmoderne Befehlszentrale ausgestattet sein. Dazu sollen zwei Jumbo-Jets des Modells 747-8 umgebaut werden. Fertig sein sollen die Flugzeuge bis zum Jahr 2024. Allerdings waren die Kosten ursprünglich auf drei Milliarden Dollar beziffert worden. Die aktuellen Maschinen sind seit den Neunzigerjahren in Betrieb.

(mre/ap)