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Barack Obama besucht Indien: Milliardenschwere Handelsverträge geplant

Barack Obama besucht Indien : Milliardenschwere Handelsverträge geplant

Mumbai (RPO). US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Besuch in Indien Handelsverträge mit dem Land im Umfang von zehn Milliarden Dollar (rund 7,13 Milliarden Euro) bekannt gegeben. Indien sei "einer der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt", sagte Obama am Samstag in einer Rede vor indischen und US-Unternehmern in Mumbai.

Er kündigte zudem eine Reform der US-Exportkontrollen an, um den Handel mit Indien zu erleichtern. Die Milliarden-Verträge sollen nach seinen Angaben rund 50.000 Arbeitsplätze in den USA schaffen.

Das Präsidentenpaar besuchte in Mumbai das Mahatma-Gandhi-Museum, das in dem Haus untergebracht ist, in dem sich der indische Unabhängigkeitskämpfer während seiner Aufenthalte im ehemaligen Bombay in den Jahren 1917 bis 1934 in der Regel aufhielt. "Er ist ein Held, nicht nur für Indien sondern für die ganze Welt", schrieb Obama ins Gästebuch des Museums. Gandhis Hinterlassenschaft zu besuchen erfülle ihn mit "Hoffnung und Inspiration". Obama ist ein erklärter Verehrer des Inders. So zitierte er ihn in seiner Dankesrede für den Friedensnobelpreis und hatte in seinem Washingtoner Senatorenbüro ein Porträt von ihm hängen.

Der US-Präsident traf am Morgen gemeinsam mit seiner Frau Michelle in der Wirtschaftsmetropole Mumbai ein, wo seine zehntägige Reise durch vier Länder Asiens begann. Der Besuch findet unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt: Obama übernachtet im Hotel Taj Mahal, das 2008 Ziel eines Anschlags muslimischer Extremisten war.

Nach einem Besuch in Indiens Hauptstadt Neu Delhi reist er Anfang kommender Woche nach Indonesien, wo er einige Jahre seiner Kindheit verbrachte. Danach wird Obama zum G-20-Gipfel nach Südkorea weiterreisen, ehe er seine Tour mit der Teilnahme am asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforum APEC im japanischen Yokohama beendet.

(AFP)