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Nacktauftritt bei Wahlveranstaltung: Milliardär setzte Prämie fürs Obama-Flitzen aus

Nacktauftritt bei Wahlveranstaltung : Milliardär setzte Prämie fürs Obama-Flitzen aus

Miami (RPO). Ein Nacktauftritt eines jungen Mannes hat am Wochenende eine Wahlkampfveranstaltung mit US-Präsident Barack Obama an den Rande eines Eklats geführt. Wie nun bekannt wurde steckt der Milliardär Alki Davis dahinter.

Nach eigenen Angaben hatte Alki David einen Gewinn in Höhe von einer Million Dollar für denjenigen ausgelobt, der sich als erster mit dem Schriftzug seiner Internetseite vor dem Präsidenten entblößte.

Der 24-jährige New Yorker war am Sonntag unter anderem wegen unsittlicher Entblößung und ungebührlichen Benehmens in Gewahrsam genommen worden, berichtete die Polizei. Er sei ein Anhänger von Obama, aber Flitzen sei ein bewährtes Mittel, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sagte David den Zeitungen "Philadelphia Inquirer" und "Philadelphia Daily News". David betreibt die Internetseiten FilmOn und Battlecam.com.

US-Präsident Barack Obama setzte derweil seinen Wahlkampf gegen die drohende Niederlage deiner Demokraten bei der anstehenden Kongresswahl fort. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Haus des ehemaligen Basketball-Stars Alonzo Mourning in Miami machte Obama am Montag (Ortszeit) deutlich, dass er noch viel vorhabe.

Er wolle in den USA Technologien zur umweltfreundlichen Energieerzeugung fördern und dafür brauche er Partner. "Ich kann das nicht allein machen", sagte der US-Präsident. Außerdem wolle er "sicherstellen, dass wir das beste Erziehungssystem der Welt hier in den Vereinigten Staaten haben" und auch das könne er nicht allein durchsetzen.

Obama warnte davor, darauf zu vertrauen, dass die oppositionellen Republikaner im Falle eines Wahlsiegs mit ihm zusammenarbeiten würden. Auch der These, dass die Republikaner sich mit einer Mehrheit im Kongress nicht mehr aus der Verantwortung stehlen und deswegen ein angenehmerer Gegner als zur Zeit sein könnten, kann der US-Präsident nach eigenen Worten nicht viel abgewinnen. Derartige Überlegungen seien zu kurzfristig. "So denke ich nicht, weil ich darüber nachdenke, wie ich das Land voranbringen kann", sagte Obama.

Umfragen sagen den Republikanern große Zugewinne bei den Kongresswahlen am 2. November voraus. Demoskopen halten es für möglich, dass die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren. Als einen der Gründe geben sie die mangelnde Mobilisierung an der Parteibasis der Demokraten an.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Flitzer stört Obama-Rede

(AFP/dapd)