Microsoft entdeckt neue Angriffe von russischen Hackern

Vor Zwischenwahlen in USA: Microsoft will neue Angriffe von russischen Hackern entdeckt haben

Eigenen Angaben zufolge hat Microsoft neue Angriffe von Hackern aus Russland auf politische Gruppen in den USA vor den Zwischenwahlen im Herbst aufgedeckt.

Eine mit der russischen Regierung verbundene Gruppe habe gefälschte Internet-Domains geschaffen, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Sie hätten offenbar auf zwei konservative Organisationen gezielt: das Hudson-Institut und das Internationale Republikanische Institut. Drei weitere gefälschte Domains hätten den Anschein erwecken sollen, sie gehörten zum US-Senat.

Der Kreml wies die Berichte zurück. Der Erklärung von Microsoft mangele es an Details, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Es sei nicht klar, „wer die fraglichen Hacker sind“ und wie sie das US-Wahlsystem verzerren könnten. Laut dem Technologieunternehmen mit Sitz im US-Staat Washington gibt es keine Hinweise darauf, dass die Hacker erfolgreich waren.

  • Sicherheitskreise : Russische Hacker dringen in deutsches Regierungsnetz ein

Erst vor wenigen Wochen hatte Microsoft einen ähnlichen Vorgang enthüllt. Die demokratische Senatorin Claire McCaskill gab daraufhin bekannt, dass russische Hacker vergeblich versucht hätten, in ihr Computernetz im Senat einzudringen.

Ähnliche russische Hackerangriffe soll es bereits vor der Präsidentschaftswahl 2016 gegeben haben. Laut US-Geheimdiensten sollten sie dazu dienen, dem republikanischen Kandidaten Donald Trump zum Sieg zu verhelfen, indem sie dessen demokratischer Kontrahentin Hillary Clinton schadeten.

(felt/dpa)