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Mögliche US-Präsidentschaftskandidatin: Michele Bachmanns Iran-Fettnäpfchen

Mögliche US-Präsidentschaftskandidatin : Michele Bachmanns Iran-Fettnäpfchen

Die Republikaner sind derzeit verzweifelt auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die US-Präsidentschaft. Dummerweise zeichnen sich fast alle ihrer potenziellen US-Präsidenten durch ein gewisses Maß an Inkompetenz auf dem einen oder anderen Gebiet aus. Besonders die Außenpolitik ist ein schwieriges Feld. Das bewies jetzt wieder einmal Tea-Party-Frau Michele Bachmann.

Während einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa wetterte Bachmann gegen den Iran. Das ist nach der Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran durchaus ein aktuelles Thema, das zu Wahlkampzwecken herhalten kann.

Peinlich wurde es jedoch, als Bachmann ihre Entschlossenheit demonstrieren wollte und laut "Huffington Post" verkündetet: Sollte sie ins Weiße Haus einziehen, dann werde sie die US-Botschaft in Teheran sofort schließen lassen.

Vetreten durch die Schweiz

Eine starke Drohung. Dumm ist nur, dass es im gesamten Iran seit über 30 Jahren keine US-Botschaft mehr gibt. Die wurde nämlich im April 1980 geschlossen. Damals brach Washington in Folge der Stürmung seiner Vertretung in Teheran und einer Geiselnahme die diplomatischen Beziehungen zu dem Mullah-Regime ab.

Seitdem werden die Interessen der USA im Iran durch die Schweizer Botschaft wahrgenommen.

Nicht das erste Fettnäpchen

Es ist nicht das erste Mal, dass Michele Bachmann beim Thema Iran ins Fettnäpfchen tritt. Einmal tat sie sich mit der unwahren Behauptung hervor, der Iran habe den USA und Israel mit einem Atomschlag gedroht, ein anderes Mal forderte sie das US-Verteidigungsministerium auf, einen Kriegsplan gegen das Land auszuarbeiten.

Zuletzt äußerte sie die Befürchtung die USA würden sich einer neuen "Achse des Bösen" gegenüber sehen, bestehend aus dem Iran, Syrien, Nordkorea, China und Russland.

(csr)