Früherer Bürgermeister von New York : Michael Bloomberg will 2020 nicht für die Demokraten kandidieren

New Yorks ehemaliger Bürgermeister Michael Bloomberg hat eine Kandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 ausgeschlossen. Er will sich stattdessen um Herausforderungen wie Klimawandel und Waffengewalt kümmern.

Der Medienunternehmer Michael Bloomberg wird im nächsten Jahr nicht für die US-Demokraten ins Rennen um das Weiße Haus gehen. Das kündigte der Milliardär, einer der reichsten Männer der Welt, am Dienstag an. „Ich glaube, ich würde Donald Trump schlagen“, schreibt er in einem Kommentar in dem nach ihm benannten Nachrichtenportal. „Aber ich habe einen klaren Blick dafür, dass es schwierig ist, in einem solch großen Feld der Demokraten die Nominierung zu schaffen.“

Ihm sei geraten worden, seine Ansichten anzupassen, um beim derzeitigen Linksschwenk in der demokratischen Partei eine Chance auf die Nominierung zu haben, schreibt Bloomberg. Er habe jedoch nie den „Finger in den Wind gehalten, um zu entscheiden, woran ich glauben soll". Er denke auch nicht, dass es das sei, "was die Wähler von einer Führungspersönlichkeit erwarten", fügte Bloomberg hinzu.

Anstelle einer Kandidatur will der frühere Bürgermeister von New York sich verstärkt bemühen, die Energieversorgung unabhängig von Öl, Gas und Kohle zu machen. Außerdem wolle er die Wiederwahl Trumps verhindern. Bloomberg kündigte an, seine finanziellen Ressourcen stattdessen in die "wichtigen Herausforderungen" des Landes zu stecken, etwa den Klimawandel, Waffengewalt und die Drogenepidemie in den USA. Im April hatte Bloomberg für Aufsehen gesorgt, weil er nach Trumps Absage ans Pariser Klimaabkommen erklärt hatte, er werde den US-Jahresbeitrag von 4,5 Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro) aus eigener Tasche bezahlen.

Bisher haben sich 14 Frauen und Männer um die Kandidatur der Demokraten bei der Wahl im Jahr 2020 beworben.In dieser Woche sagten einige Demokraten ihre Teilnahme am Rennen um die Präsidentschaft ab: Der ehemalige Justizminister Eric Holder schloss am Montag eine Kandidatur ebenso aus wie der US-Senator Jeff Merkley. Die ehemalige Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin von 2016, Hillary Clinton, sagte ebenfalls, sie werde nicht erneut kandidieren.

(juju/dpa/afp)
Mehr von RP ONLINE