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Menschenrechtskommissarin: Hilfe für Migranten in Grenzgebiet gefordert

„Beispiellose humanitäre Krise“ : Menschenrechtskommissarin verlangt Hilfe für Migranten in Grenzgebiet

Die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, hat angesichts der Lage an der türkisch-griechischen Grenze vor einer „beispiellosen humanitären Krise“ gesprochen. Mijatovic forderte mehr Unterstützung für die Türkei und Griechenland.

Tausende Menschen seien zwischen den Grenzen der beiden Staaten gefangen, ohne Zugang zu Hilfe oder die Möglichkeit, internationalen Schutz zu suchen, teilte Mijatovic am Montag mit. „Jetzt sind dringende Maßnahmen erforderlich, um zu verhindern, dass sich die Situation noch weiter verschlechtert“, forderte die Menschenrechtskommissarin.

Sie sei besonders besorgt über die Schließung der griechischen Grenze und dass die Türkei „Menschen ermutigt habe, an die Grenze zu ziehen, und sie dann in dieser Situation zurückgelassen hat“, erklärte Mijatovic. Berichte darüber, dass Menschen in Seenot in der Ägäis nicht gerettet worden seien, bezeichnete sie als alarmierend. „Eine verstärkte Grenzkontrolle kann nicht die einzige Antwort sein.“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag verkündet, die Türkei habe für die Flüchtlinge im Land die Grenzen zur EU geöffnet. Daraufhin machten sich Migranten auf den Weg. Nach UN-Angaben harren rund 13 000 Menschen auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Griechische Sicherheitskräfte setzen zum Teil Blendgranaten und Tränengas ein, um einen Grenzübertritt zu verhindern.

(ala/dpa)