Masern-Ausbruch in den USA: Donald Trump ruft zu Impfungen auf

Masern-Ausbruch in den USA : Und plötzlich trommelt Trump für Impfungen

Vor knapp fünf Jahren klang das noch ganz anders: 2014 hatte sich Donald Trump kritisch zu Impfungen geäußert. Jetzt wirbt er eindringlich für das Impfen.

Angesichts der besorgniserregenden Ausbreitung von Masern in den USA hat US-Präsident Donald Trump Eltern zur Impfung ihrer Kinder aufgerufen. „Sie müssen ihre Impfungen bekommen“, sagte Trump am Freitag in Washington. „Diese Impfungen sind so wichtig.“ Mit Blick auf die zunehmenden Masern-Erkrankungen sagte Trump: „Das geht jetzt wirklich herum.“ Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Zahl der Masern-Erkrankungen sei auf dem höchsten Stand, seit die Krankheit in den USA im Jahr 2000 für besiegt erklärt worden sei. Demnach wurden bis Mittwoch 695 Krankheitsfälle aus 22 der insgesamt 50 US-Bundesstaaten gemeldet.

Trump hatte sich in der Vergangenheit skeptisch über Impfungen geäußert. Im Jahr 2014 hatte er einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus bei Kindern hergestellt - ein bei Impfgegnern verbreiteter Irrglaube. Das Gerücht geht auf eine Studie eines britischen Arztes aus dem Jahr 1998 zurück, die 2011 zurückgezogen wurde. Der Autor verlor seine Zulassung als Arzt in Großbritannien. Nach Angaben des Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, gibt es „keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus“.

(felt/dpa)