Wrack gefunden Malawischer Vizepräsident stirbt bei Flugzeugabsturz

Blantyre · Am Montag hatte die Luftfahrtbehörde den Kontakt zu einer Militärmaschine verloren, in der sich der malawische Vizepräsident und neun weitere Personen befunden hatten. Einen Tag darauf fand man das Wrack und keine Überlebenden.

 Saulos Chilima und seine Frau verlassen ein Flugzeug (Archivbild).

Saulos Chilima und seine Frau verlassen ein Flugzeug (Archivbild).

Foto: AP/STR

Der malawische Vizepräsident Saulos Chilima ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Das Wrack der Militärmaschine, in der Chilima und neun weitere Personen unterwegs waren, sei in einer Gebirgsregion im Norden des südostafrikanischen Landes gefunden worden, sagte Präsident Lazarus Chakwera am Dienstag im Staatsfernsehen. Keiner der Menschen an Bord habe überlebt.

Am Montag hatte die Luftfahrtbehörde den Kontakt zu der Militärmaschine verloren, mit der Chilima auf dem Weg in den Norden des Landes war, um an der Beerdigung eines ehemaligen Ministers und Generalstaatsanwaltes teilzunehmen. Der Flieger hatte nach Medienangaben aufgrund der Witterungsbedingungen am Ziel nicht landen können und sollte zurück in die Hauptstadt Lilongwe fliegen. Kurz nach der Absprache habe sich das Signal verloren. Es handelte sich bei der Maschine um den Typ Dornier 228, die nach Angaben der Webseite ch-aviation 1988 an die malawische Armee geliefert wurde.

Am Dienstagvormittag war die Suche verstärkt worden. Auch ein Flugzeug der US-Armee sollte sich laut der US-Botschaft in Malawi daran beteiligen.

Chakwera und Chilima führten seit 2020 die Regierung in Malawi. Chilima war schon vor seiner Vizepräsidentschaft als Politiker und Geschäftsmann im südafrikanischen Land bekannt, leitete das Wirtschaftsministerium und einen der größten Mobilfunkanbieter. 2025 wollte er für das Präsidentenamt kandidieren, berichteten lokale Medien. Seine Partei kritisiert den langsamen Anlauf der Suchaktion

Gegen Chilima war ein Korruptionsverfahren eingeleitet worden, weil er angeblich Geld als Gegenleistung für die Beeinflussung der Vergabe von Regierungsaufträgen erhalten hatte. Im Mai wurde die Anklage von der Staatsanwaltschaft überraschend fallen gelassen.

(esch/dpa/epd)
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