Krim: Ukraines Marinechef will sich für Matrosen austauschen lassen.

Konflikt mit Russland: Ukraines Marinechef will sich für Matrosen austauschen lassen

Einem Medienbericht zufolge will Admiral Worontschenko in ein russisches Gefängnis gehen, wenn Wladimir Putin dafür die 24 ukrainischen Matrosen freilässt. Ihnen drohen derzeit lange Strafen wegen Grenzverletzung.

Im Tauziehen zwischen Moskau und Kiew um 24 in Russland inhaftierte Seeleute bietet sich jetzt Ukraines Marinechef für einen Austausch an. „Mir bricht es das Herz, wenn ich meine Soldaten sehe, die von Russland illegal festgehalten werden“, sagte Admiral Igor Worontschenko der „Bild“-Zeitung.

Er wäre bereit, an ihrer Stelle ins russische Gefängnis zu gehen, wenn Kremlchef Wladimir Putin die 24 Männer dafür freilässt. Die Seeleute sollen in Russland vor Gericht gestellt werden und könnten wegen Grenzverletzung zu langen Gefängnisstrafen verurteilt werden.

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Die russische Küstenwache hatte ukrainischen Schiffen die Passage durch die Straße von Kertsch in das Asowsche Meer verweigert und die Schiffe aufgebracht und die Besatzungsmitglieder verhaftet. Seit sich Russland die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt hat, betrachtet Moskau die Straße von Kertsch als alleiniges russisches Hoheitsgebiet. Der Zwischenfall hat erhebliche Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst.

Unterdessen kündigten die Mütter der gefangenen ukrainischen Seeleute an, sich direkt an Kanzlerin Angela Merkel um Unterstützung wenden zu wollen. „Die deutsche Kanzlerin ist sehr geschätzt in der
Ukraine und wir wissen, dass sie Einfluss auf Putin hat“, wurde eine der Mütter von „Bild“ zitiert. „Wir hoffen, dass sie sich für unsere Söhne einsetzen wird und dass sie endlich zurück in die Heimat dürfen. Deshalb werden wir einen Brief an sie schreiben.“

(mlat/dpa)
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