55 Luftangriffe an einem Tag Ukraine meldet erneut russische Luftangriffe auf Kiew und einen Angriff auf einen Staudamm

Kiew · Russland soll laut ukrainischen Angaben einen massiven Luftangriff in der Nacht zum Freitag auf Kiew geführt haben. Im Osten des Landes habe eine Rakete einen Staudamm getroffen. Der Generalstab warnt vor Überflutungen.

 Feuerwehrleute löschen ein Feuer auf dem Dach eines Wohnhauses in Kiew nach einem Drohnenangriff.

Feuerwehrleute löschen ein Feuer auf dem Dach eines Wohnhauses in Kiew nach einem Drohnenangriff.

Foto: dpa/Alex Babenko

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zum Freitag ukrainischen Angaben zufolge erneut massiven russischen Luftangriffen ausgesetzt gewesen. „Wieder ein Luftangriff auf Kiew, der 13. in Folge seit Anfang Mai! Und wie immer in der Nacht“, teilte die Zivil- und Militärverwaltung der Stadt im Onlinekanal Telegram mit. Die Raketen seien von Bombern des Typs Tu-95MS abgefeuert worden. Alle Raketen seien von der Luftabwehr entdeckt und zerstört worden. Zu Opfern oder Schäden machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Der ukrainische Generalstab berichtete von insgesamt 55 russischen Luftangriffen im Laufe des vergangenen Tages. Bei 36 von ihnen handelte es sich demnach um Kampfdrohnen.

Wie der Generalstab mitteilte, traf eine Rakete vom Typ S-300 einen Staudamm im Gebiet Karliwka in der Region Donezk im Osten der Ukraine. Infolgedessen bestehe für die umliegenden Ortschaften „große Gefahr durch Überflutung“.

Der nächtliche Beschuss der Ukraine durch Russland hat seit Anfang Mai besonders rund um Kiew erneut zugenommen. Erst am Tag zuvor hatte Russland die ukrainische Hauptstadt mit massiven Raketenangriffen überzogen.

(jad/AFP)