Zahlen, Fakten, Hintergründe Die häufigsten Fragen und Antworten zu Russlands Krieg gegen die Ukraine

Düsseldorf · Seit dem 24. Februar 2022 greift Russland die Ukraine an, vieles ist seitdem passiert und wirft immer neue Fragen auf. Wir beantworten einige dieser Fragen rund um den Krieg, die Ukraine und damit verwandte Themen.

Ukraine: Zwei Jahre Krieg - Die wichtigsten Fotos
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Zwei Jahre Krieg in der Ukraine

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Foto: dpa/Emilio Morenatti

Warum herrscht Krieg zwischen der Ukraine und Russland?

Dem Krieg in der Ukraine waren jahrelange Spannungen und Konflikte vorausgegangen. Nach Demonstrationen Hunderttausender Ukrainer für einen pro-europäischen Kurs, den sogenannten Maidan-Protesten, floh der moskautreue Präsident Janukowitsch aus Kiew und eine Übergangsregierung übernahm die Macht.

Ende Februar 2014 erschienen in der Folge Soldaten ohne Hoheitsabzeichen auf der zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim. Sie behaupteten, die Rechte der russischstämmigen Bevölkerung auf der Krim beschützen zu wollen. Anschließend besetzten die Soldaten strategisch wichtige Punkte, darunter das Regionalparlament, und setzten eine neue Regierung ein. Der russische Präsident Wladimir Putin leugnete zwar zu Beginn eine Beteiligung eigener Soldaten an der völkerrechtswidrigen Annexion. Monate später gab er dann aber doch zu, dass russische Spezialeinheiten für die Invasion gesorgt hatten.

Das neu eingesetzte, prorussische Regionalparlament beschloss den Anschluss der Krim an Russland, ein umstrittenes und international für unrechtmäßig erklärtes Referendum sollte die Entscheidung legitimieren. Putin erklärte die Krim zu russischem Staatsgebiet, die Annexion gilt international als nicht anerkannt. Seit der Krimkrise 2014 gibt es auch im Donbass, im Osten der Ukraine, kriegerische Auseinandersetzungen.

Zusätzliche Spannungen entstanden, als Russland im Frühjahr 2021 Truppen nahe der Grenze zur Ukraine zusammenzog und eine Invasion befürchtet wurde. Diplomatische Bemühungen des Westens waren nicht erfolgreich, am 24. Februar 2022 folgte die russische Invasion in der Ukraine. Putin spricht selbst nicht von einem Krieg, sondern von einer Militäroperation. Diese solle dazu dienen, „Menschen zu schützen, die acht Jahre lang vom Kiewer Regime misshandelt und ermordet wurden". Ziel sei die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung der Ukraine.

Was steckt hinter Putins Nazi-Vorwürfen?

Die durch Putin verbreiteten Behauptungen sind falsch. Der Vorwurf, dass in Kiew eine "Nazi-Junta" regieren würde, wurde bereits nach der Maidan-Revolution im Jahr 2014 vom Kreml verbreitet. Tatsächlich jedoch ist im Parlament derzeit nur ein einziger Abgeordneter der rechtsextremen Partei "Swoboda" vertreten, die bei den Wahlen im Jahr 2019 auf 2,4 Prozent der Stimmen kam. Der ukrainische Präsident Selenskyj ist Jude, seine Großmutter war Holocaust-Überlebende.

Wo findet in der Ukraine der Krieg statt?

Wladimir Putin - Präsident von Russland, eitel, autoritär, entschlossen
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Das ist Wladimir Putin - eitel, autoritär, entschlossen

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Foto: dpa/Kremlin Pool

In der Ukraine werden derzeit vor allem Kämpfe im Osten und im Süden des Landes geführt. Bei Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 griffen russische Truppen von Norden, Osten und Süden an. In den ersten Wochen nach der Invasion machten russische Truppen in der Ukraine erhebliche Fortschritte und eroberten schnell mehrere Regionen des Landes. Die Bemühungen ließen jedoch mit zunehmender Verteidigung der ukrainischen Luftwaffe nach, die Einnahme der Hauptstadt Kiew wurde durch die ukrainischen Truppen verhindert.

Derzeit besetzen russische Truppen die ukrainische Oblast Luhansk beinahe gänzlich; zudem etwas mehr als die Hälfte der Oblast Donezk, einen kleinen Teil der Oblast Charkiw ganz im Norden der Frontlinie sowie große Teile der Oblaste Saporischschja und Cherson. Bei Bachmut im Osten des Landes greifen Russen ukrainische Stellungen an, auch bei Awdijiwka und Donezk gehen die Kämpfe weiter.

Wem gehört die Krim?

Die Halbinsel Krim gehört völkerrechtlich zur Ukraine, wird derzeit aber faktisch von Russland kontrolliert. Russland annektierte die Krim 2014, was international nicht anerkannt und von den Vereinten Nationen verurteilt wird. Bis zur Annektion war die Krim politisch zum größten Teil eine autonome Teilrepublik der Ukraine. In ihrer bewegten Geschichte erlebte die Krim unzählige Herrschaftswechsel.

Wie viele Tote gibt es in der Ukraine?

Die offiziellen Zahlen gehen teils weit auseinander. Seit Kriegsbeginn hat es nach Angaben des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) fast 19.000 zivile Opfer (Stand: 27. Februar) in der Ukraine gegeben. In einem Bericht wird die Zahl der Toten mit 7.199 Toten und 11.756 Verletzten angegeben. Das geht aus den täglichen Updates des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg hervor. Das OHCHR glaubt jedoch, dass die tatsächlichen Zahlen erheblich höher sind.

Wie viele Soldaten getötet wurden, lässt sich nicht sicher sagen. Das ukrainische Militär gab die Zahl der getöteten russischen Soldaten zum Jahrestag der Invasion mit knapp 145.000 an, laut einem Berater Selenskyjs sollen 13.000 ukrainische Soldaten gefallen sein. Die jeweils von den Kriegsparteien angegebenen Zahlen gelten nicht als verlässlich.

Welche Länder liefern Waffen an die Ukraine?

Zahlreiche westliche Länder unterstützen die Ukraine mit Waffenlieferungen und Geldzahlungen im Kampf gegen Russland, darunter etwa die Nato-Mitglieder Großbritannien, USA, Kanada, Italien, Frankreich, die Niederlande, Griechenland, Tschechien, Polen oder Spanien. Auch Staaten mit kleineren Armeen, wie die baltischen Länder Estland, Litauen oder Lettland und Länder, die (noch) nicht der Nato angehören, wie Schweden oder Finnland, lieferten Waffen.

Deutschland schickte unter anderem Flugabwehrsysteme, Raketenwerfer, Munition und Antidrohnengeräte in die Ukraine. Im Januar 2023 gab Deutschland bekannt, auch Leopard-2-Panzer zu liefern, und gab anderen Ländern die Freigabe, ebenfalls baugleiche Panzer aus eigenen Beständen der Ukraine zu überlassen.

Wie viele Flüchtlinge aus der Ukraine sind in Deutschland registriert?

Diese Panzer liefern verschiedene Staaten der Ukraine
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Diese Panzer liefern verschiedene Staaten der Ukraine

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Foto: dpa/Philipp Schulze

Nach Zahlen des Bundesinnenministeriums wurden bis zum 23. Februar 1.066.951 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland registriert. Bis Februar 2023 haben laut Schätzungen des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) insgesamt rund 18,8 Millionen Menschen die ukrainische Grenze überschritten. Polen ist unverändert das Hauptzielland für Flüchtlinge aus dem Nachbarland.

Wer regiert die Ukraine?

Die Ukraine ist eine Präsidialrepublik mit einem auf fünf Jahre gewählten Präsidenten als Staatsoberhaupt. Im Frühjahr 2019 wurde Wolodymyr Selenskyj nach einer Stichwahl direkt von den ukrainischen Bürgern gewählt. Bei vorgezogenen Parlamentswahlen im Juli 2019 trat die neu gegründete Partei „Sluha Narodu“ („Diener des Volkes“) des Präsidenten Selenskyj zum ersten Mal an und gewann die absolute Mehrheit im Parlament. Denys Schmyhal ist seit 2020 Ministerpräsident der Ukraine.

Wo liegt die Ukraine in Europa?

Die Ukraine liegt im Osten Europas. Sie grenzt im Westen an Polen, die Slowakei und Ungarn, im Südwesten an die Republik Moldau und Rumänien und im Süden an das Schwarze Meer. Belarus grenzt nördlich an das Land, Russland westlich. Nach Russland ist die Ukraine das flächenmäßig größte Land Europas.

War die Ukraine früher russisches Staatsgebiet?

Wolodymyr Selenskyj: Präsident der Ukraine - vom Komiker zum Staatsmann
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Das ist Wolodymyr Selenskyj 

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Foto: dpa/Eric Lalmand

Russland und die Ukraine sind seit jeher eng miteinander verbunden. Das heutige Gebiet der Ukraine wurde in der Geschichte von verschiedenen Herrschern, darunter auch russischen Zaren, geprägt. Dennoch war die Ukraine nie Teil des heutigen Russlands. So zählten Teile der Ukraine zum Russischen Zarenreich, andere zu Österreich-Ungarn. Nach dem Untergang der Zaren- und Königreiche bildete sich ein Nationalstaat, der 1922 als Ukrainische Sowjetrepublik in die Sowjetunion aufging. Mit dem Zerfall der Sowjetunion erklärte die Ukrainische Republik 1991 ihre Unabhängigkeit. Aber: Eine unabhängige Ukraine hat Putin nie akzeptiert. Für den ehemaligen KGB-Offizier ist der Zerfall der Sowjetunion die „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts".

Sind die russische und ukrainische Sprache gleich?

Russisch und Ukrainisch stehen sich nahe, sind aber verschiedene Sprachen. Das Ukrainische wird in der Sprachwissenschaft neben dem Russischen und Belarussischen als eine der drei ostslawischen Sprachen klassifiziert, wie die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt. Während des Zarenreichs und der Sowjetunion war Russisch die dominantere Sprache, in der unabhängigen Ukraine ist Ukrainisch die einzige Amtssprache. In vielen Städten, vor allem im Osten und Süden der Ukraine, hat die russische Sprache für die Menschen allerdings weiter eine wichtige Stellung. Viele Ukrainer sprechen auch Russisch.

Welche Länder sind in der EU?

Die Europäische Union hat derzeit 27 Mitgliedsstaaten. Zu den Gründungsmitgliedern von 1958 – Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande – kamen 1973 Dänemark und Irland. In den 1980er-Jahren schlossen sich Griechenland, Spanien und Portugal an, Finnland, Österreich und Schweden vor der Jahrtausendwende. 2004 folgten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern, drei Jahre später stieß auch Rumänien dazu. Zuletzt wurde 2013 Kroatien in die EU aufgenommen. Die Ukraine ist kein EU-Mitglied, zählt aber zu den sogenannten Beitrittskandidaten. Dazu gehören auch Albanien, Bosnien und Herzegowina, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und die Türkei.

Kann die Ukraine EU-Mitglied werden?

Die Europäische Union hat die Ukraine im Juni 2022 offiziell in den Kreis der Beitrittskandidaten aufgenommen. Präsident Selenskyj will den Beginn von Beitrittsverhandlungen noch im Laufe des Jahres 2023. Nach derzeitigen Regeln ist der Weg aber noch weit. Hintergrund sind die zahlreichen Voraussetzungen, die es zu erfüllen gilt. Selbst für den Start der Beitrittsverhandlungen gibt es bislang kein grünes Licht der EU-Staaten. Auch er ist an Voraussetzungen geknüpft. Mit Blick auf das Auswahlverfahren ukrainischer Verfassungsrichter und eine stärkere Korruptionsbekämpfung erfüllt das osteuropäische Land die Vorgaben nicht. Auch fordert die EU-Kommission, dass Standards im Kampf gegen Geldwäsche eingehalten werden und ein Gesetz gegen den übermäßigen Einfluss von Oligarchen umgesetzt wird.

Welche Länder sind in der EU, aber nicht in der NATO?

Nicht alle EU-Mitgliedsstaaten sind auch Teil der NATO. Folgende Länder sind kein Mitglied im Verteidigungsbündnis: Finnland, Irland, Malta, Österreich, Schweden und Zypern. Finnland und Schweden befinden sich in NATO-Beitrittsverhandlungen. Obwohl die Türkei derzeit eine schwedische Mitgliedschaft blockiert, gehen die skandinavischen Länder davon aus, bis zum Sommer zum Kreis der NATO-Staaten zu gehören.

Ist die Ukraine Mitglied der NATO?

Die Ukraine ist kein Mitglied der NATO. Seit der Annexion der Krim 2014 hat die NATO jedoch die Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte unterstützt und Gelder bereitgestellt, um die ukrainische Armee zu stärken. Im Herbst 2022 hatte die Ukraine einen beschleunigten NATO-Beitritt beantragt. Aussicht auf Erfolg hat der ukrainische Antrag derzeit nicht, denn eine der Bedingungen ist, dass ein Bewerberstaat keine aktiven Grenzkonflikte haben darf. Zudem will die NATO einen direkten Konflikt mit Russland vermeiden, weshalb auch die USA und Deutschland einen ukrainischen Beitritt momentan skeptisch sehen.

Nato: Welche Staaten gehören zum Verteidigungsbündnis? - Übersicht
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Diese Staaten gehören zur Nato

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Foto: dpa/Daniel Naupold

Ist Russland in der NATO?

Nein, Russland ist kein Mitglied der NATO. Russland steht allerdings hinter der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS). Der OVKS gehören neben Russland und Belarus die Ex-Sowjetrepubliken Armenien, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan an. Dem russischen Krieg gegen die Ukraine haben sich die Armeen der anderen Länder bislang aber nicht angeschlossen.

Wie viele Soldaten hat Russland?

Die russische Armee umfasst etwa zwei Millionen Menschen, davon rund 1,15 Millionen Vertragssoldaten und Wehrdienstleistende. Per Dekret vergrößerte Präsident Putin zum 1. Januar 2023 die Streitkräfte um 137.000 Soldaten. Er hatte im vergangenen Jahr zudem bei einer Teilmobilmachung rund 300.000 Reservisten einberufen lassen.

Wie viele Kampfjets und Panzer hat Russland?

Laut des Statistik-Portals Statista und des Global Firepower-Indexes hatte Russland 2022 1.511 Jagdflugzeuge und Flugzeuge für Bodenangriffe. Laut des Global Firepower-Indexes hatte Russland im Jahr 2022 12.566 Kampfpanzer.

Welches Land hat die meisten Panzer?

Laut Statista und des Global Firepower-Indexes hatte im Jahr 2022 Russland den größten Bestand an Kampfpanzern. 12.566 Panzer sollen vorhanden sein. Auf Platz zwei liegen Statista zufolge die USA mit 6612 Panzern.

Welches Land stellt die größte Armee der Welt?

Gemessen an der Truppenstärke hat China mit zwei Millionen Soldaten die größte Armee der Welt, in der NATO sind die USA mit 1.390.000 Soldaten am stärksten vertreten. Diese Daten liefern der Global Firepower Index und das Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri für die Jahre 2021 und 2022. Die höchsten Militärausgaben 2021 hatten ebenfalls die USA mit 801 Milliarden US-Dollar, gefolgt von China mit 293 Milliarden. Russland rangiert in beiden Listen auf Platz fünf.

Bei welchen Rohstoffen ist Russland weltweit führend?

Russland verfügt über eine Vielzahl von Rohstoffvorkommen. So ist Russland weltweit der drittgrößte Erdölproduzent nach den USA und Saudi-Arabien und führender Exporteur von Erdöl. Ebenfalls hinter den USA ist Russland auf Platz zwei der Erdgasproduzenten. Auch bei Diamanten, Rohstahl, Kohle, Weizen und Holz ist Russland jeweils unter den führenden Produzenten und Exporteuren.

Wer bekommt Gas von Nord Stream?

Durch Nord Stream 1, der ersten Ostseepipeline vom russischen Wyborg nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern, wurde seit 2011 Gas geliefert. Das Erdgas wurde aus Lubmin zum Teil weitergeleitet Richtung Niederlande, Tschechien, laut Betreiber Nord Stream AG auch nach Belgien, Dänemark, Frankreich und Großbritannien.

Wegen des Krieges und als Reaktion auf die Sanktionen gegen Russland stoppte Gazprom erstmals im Juli 2022 Gaslieferungen durch Nord Stream 1. Nach dem Austausch einer angeblich defekten Turbine floss zunächst wieder Gas - allerdings nur noch 20 Prozent der sonst üblichen Menge. Am 30. August 2022 stellte Gazprom die Lieferungen erneut ein. In der Nacht zum 26. September 2022 meldeten die Betreiber dann einen Druckabfall - dänische Behörden sprachen in der Folge von mehreren Lecks, durch die Gas in die Ostsee ausströmte. Im November 2022 teilte die schwedische Staatsanwaltschaft mit, dass sich die Pipeline-Lecks auf schwere Sabotage zurückführen lassen. Wann beziehungsweise ob jemals wieder Gas durch die Nord-Stream-Röhren nach Lubmin strömen wird, ist unklar.

 Ein Junge steht Ende Januar 2023 auf einem zerstörten russischen Panzer, der in der ukrainischen Hauptstadt Kiew steht.

Ein Junge steht Ende Januar 2023 auf einem zerstörten russischen Panzer, der in der ukrainischen Hauptstadt Kiew steht.

Foto: dpa/Daniel Cole
Gas: Nord-Stream-Pipelines - Chronologie und Baugeschichte
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Nord Stream-Pipelines - Chronologie und Baugeschichte

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Foto: dpa/Jens Büttner

Nord Stream 2 ist eine Rohrleitung, die ebenfalls Erdgas aus Russland nach Deutschland bringen sollte. Das Projekt wurde zwar im vergangenen Jahr fertiggestellt. Doch die Leitung wurde nie in Betrieb genommen. Die deutsche Regierung hatte wenige Tage vor dem russischen Angriff den Zertifizierungsprozess für die Pipeline gestoppt und damit deren Inbetriebnahme verhindert.

(mit dpa)
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