Archaische russische Brutalität im Krieg „Was in der Ukraine passiert, ist eine Orgie epischer, entgrenzter Gewalt“

Analyse | Warschau · Folter, Vergewaltigung, Mord: Russland führt in der Ukraine nicht einfach nur Krieg. Zahllose Berichte über Gräueltaten werfen die Frage auf: Woher kommt diese archaische Gewalt?

Fotos  Ukraine-Krieg: Evgeniy Maloletka - Kriegszeuge mit Kamera
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Bilder des Krieges – Evgeniy Maloletka dokumentiert das Grauen

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Foto: dpa/Evgeniy Maloletka

Man muss diesen Text doch besser mit einer Warnung beginnen. Mit dem Hinweis, dass darin Gewaltszenen vorkommen, die nicht für alle Menschen leicht zu verdauen sind. Muss man sie dann überhaupt schildern? Der russische Historiker Sergei Medwedew formuliert es so: „Was in der Ukraine passiert, ist eine Orgie epischer, entgrenzter Gewalt. Mit bestialischer Folter und Massenerschießungen, zum Spaß, aus Langeweile, mit Vergewaltigungen und Morden an Eltern vor ihren Kindern und umgekehrt.“ Es sei für ihn unerträglich, über die Massaker zu lesen, die seine Landsleute in Butscha, Irpin und andernorts verübt haben. „Aber es ist nötig, im Versuch zu verstehen, woher dieses archaische Böse kommt.“