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Kampf gegen Drogen:Trump erwägt Militäreinsatz in Mexiko

Kampf gegen Drogen : Trump kann sich wohl Militäreinsatz in Mexiko vorstellen

US-Präsident Donald Trump hat offenbar ein militärisches Eingreifen in Mexiko angedeutet, sollte das Nachbarland nicht energisch gegen die von ihm so genannten "bad hombres" vorgehen. Beide Seiten dementierten einen entsprechenden Bericht allerdings.

Nachdem der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto einen USA-Besuch nach Trumps Ankündigung, eine Mauer zu Mexiko bauen zu wollen, abgesagt hatte, haben beide nun telefoniert. Wie die Nachrichtenagentur Action Press (AP) berichtet, erwägt Trump militärische Aktionen gegen "bad hombres". Unklar bleibt darin, wen oder was er mit den "üblen Leuten" meint. Er hat den Begriff "bad hombres" allerdings bereits im Wahlkampf für Drogenbarone und "schlechte Menschen" aus Mexiko verwendet.

Aus dem der AP von einem Informanten zugespielten Wortlautauszug des am Sonntag geführten Telefonats geht nicht Peña Nietos Reaktion auf Trumps Äußerung hervor. Dem Transkript zufolge sagt Trump: "Ihr habt da unten einen Haufen bad hombres. Ihr macht nicht genug, um sie zu stoppen. Ich denke, euer Militär ist verängstigt. Unseres nicht, ich könnte es also da unten hinschicken, um sich der Sache anzunehmen."

Das mexikanische Außenministerium wies Darstellungen zurück, das Gespräch sei feindselig und für Peña Nieto demütigend gewesen. "Es ist absolut falsch, dass der Präsident der Vereinigten Staaten gedroht hat, Truppen nach Mexiko zu schicken", sagte Außenamtssprecher Eduardo Sanchez am Mittwochabend im Rundfunksender Radio Formula.

Auch das Weiße Haus erklärte: "Die negativen Äußerungen, auf die sie sich beziehen, hat es in dem Gespräch nicht gegeben. Der Ton war im Gegenteil konstruktiv."

Seit dem Amtsantritt Donald Trumps haben sich die Beziehungen der USA zu Mexiko drastisch verschlechtert. Bisheriger Tiefpunkt war die Ankündigung Trumps eine Mauer zu Mexiko bauen zu wollen. Um das Bauprojekt zu finanzieren brachte der US-Präsident unter anderem die Einführung von Strafzöllen auf mexikanische Produkte ins Gespräch. Die Kosten für den Mauerbau werden auf 20 bis 40 Milliarden Dollar geschätzt.

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(maxk/ap)