Islamisten in Afrika: Kameruns Armee tötet 100 Boko-Haram-Kämpfer

Islamisten in Afrika : Kameruns Armee tötet 100 Boko-Haram-Kämpfer

Die vor allem in Nigeria agierenden Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben eine Stadt im benachbarten Kamerun attackiert.

Das Militär habe bei dem Angriff auf die Grenzstadt Fotokol im Norden des Landes 100 der Extremisten getötet und den Rest nach Nigeria zurückgedrängt, berichteten staatliche Medien Kameruns am Dienstag unter Berufung auf das Ministerium für Kommunikation. Eigene Soldaten seien nicht ums Leben gekommen.

Boko Haram will im Norden Nigerias einen Staat nach islamischem Recht aufbauen. Die Extremistengruppe hatte mit Angriffen gedroht, sollte sich Kamerun in den Konflikt mit dem nigerianischen Militär einschalten.

Fotokol liegt direkt an der Grenze zum nigerianischen Staat Borno, der Geburtsstätte der Gruppe. Tausende Nigerianer flohen vor der Gewalt nach Kamerun. Mittlerweile greifen die Extremisten aber auch Städte im Nachbarland an. Ende Juli hatten sie hier die Frau des Vizeministerpräsidenten Amadou Ali entführt.

(ap)