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Junge Republikaner sprechen über Donald Trumps Politik

Junge Republikaner unter Trump : "Make America Great Again? Ich weiß nicht, was Trump meint"

Junge Republikaner erklären Trumps Politik

Medienschelte, Muslim-Einreiseverbot und freies Recht auf Waffen trotz häufiger Schießereien: Dafür stehen die Republikaner unter US-Präsident Donald Trump, der vor einem Jahr gewählt wurde. Wir haben junge Parteimitglieder im Video nach ihrer Meinung gefragt.

Grand Old Party (GOP) wird die Republikanische Partei der USA auch genannt - dabei ist sie eigentlich nicht sehr "old", jedenfalls nicht im Vergleich mit der Demokratischen Partei. Die war vorher da. Aber ihre konservativen Ideen gefallen eher älteren Wählern. Laut Daten des Pew Research Centers von vor der letzten Präsidentschaftswahl bezeichneten sich nur 22 Prozent aller 18- bis 35-Jährigen als Republikaner. Bei Rentnern über 71 Jahren dagegen sind es 40 Prozent.

Trotzdem gibt es in den meisten Städten der USA "Young Republicans" - Teenager und junge Erwachsene, die sich für die GOP engagieren. Alexandra, Shawn und Chris aus Detroit zum Beispiel. Für die drei Mittzwanziger sind die Republikaner immer noch die Partei der Freiheit. Und in Amerika bedeutet das: die Freiheit zu tun und zu lassen, was immer man will, ohne die lästige Einmischung der Regierung.

Beispiel Krankenversicherungspflicht: Es sei ja nicht so, dass sie es generell ablehne, krankenversichert zu sein, sagt Alexandra. "Aber wenn du unbedingt eine Herzkrankheit kriegen willst oder schlechte Zähne, dann ist das deine freie Entscheidung. Das ist Freiheit." Genau, bestätigt Chris: "Wenn uns die Regierung zwingen will, etwas zu kaufen, dann ist das gegen die Verfassung."

Auch beim Waffenrecht sind die drei voll auf der Linie ihrer Partei: "Die Freiheit und das Recht, eine Waffe zu tragen, gilt heute genauso wie damals, 1776", sagt Shawn, der in Detroit die "Young Republicans" leitet. Für die Republikaner geht es in diese Frage eben ums Prinzip, sagt Chris: "Wenn man das Recht auf Waffen einschränkt, ist es kein weiter Weg zur Einschränkung der Redefreiheit."

Nur im Hinblick auf Donald Trumps Slogan "Make America Great Again" stehen die jungen Republikaner nicht ganz hinter ihrem Präsidenten. "Ich glaube nicht, dass Amerika superfurchtbar war, in den letzten… also, während…", sagt Alexandra und stockt. Schließlich schiebt sie hinterher: "...von 2008 bis 2016." Den Namen Obama hat sie nicht in den Mund genommen. Chris sagt es ehrlich: "Ich weiß nicht genau, was Präsident Trump damit meint. Ich glaube, Amerika als pluralistisches Land ist bereits ein großartiges Land."

(hpaw)