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Joe Biden will die ersten Ministerposten besetzen

US-Kabinett : Joe Biden will Besetzung der ersten Ministerposten bekanntgeben

Der gewählte US-Präsident will die ersten Kabinettsmitglieder vorstellen. Bidens Berater Antony Blinken ist als Außenminister im Gespräch. Das würde eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik bedeuten.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will Medienberichten zufolge am Dienstag seine erste Personalie für einen Ministerposten bekanntgeben. Dem früheren Vize-Außenminister Antony Blinken will er demnach die Verantwortung für das Außenministerium übertragen. Biden werde den 58-Jährigen vermutlich am Dienstag als künftigen Chefdiplomaten vorstellen, berichteten die "New York Times" und die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Blinken war unter Präsident Barack Obama bereits stellvertretender Außenminister. Er ist auch ein langjähriger Vertrauter Bidens, den er in außenpolitischen Fragen berät. Blinken gilt Befürworter des Multilateralismus. Seine Nominierung als Nachfolger von Mike Pompeo würde auf eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik hindeuten. Der Amtsinhaber Donald Trump, dessen Leitspruch "Amerika zuerst" lautet, steht dem Multilateralismus kritisch gegenüber.

Bidens designierter Stabschef Ron Klain hatte am Sonntag angekündigt, dass Biden am Dienstag seine ersten Kabinettsmitglieder vorstellen wird. Welche Ministerposten bekannt gegeben werden und wer die Ressorts übernehmen soll, sagte er jedoch noch nicht.

Bidens erste Entscheidung zur Zusammensetzung seiner Regierungsmannschaft war die Ernennung Klains zum Stabschef im Weißen Haus, der ihm bereits in seiner Zeit als Vizepräsident als Stabschef gedient hatte. Beobachter gehen davon aus, dass Biden viele potenzielle Kandidaten aus seiner Zeit als Stellvertreter des früheren Präsidenten Obama kennt und dass viele Frauen zum Zuge kommen werden.

Nach offiziellem Fahrplan wird Biden am 20. Januar das Präsidentenamt antreten. Amtsinhaber Trump weigert sich fast drei Wochen nach der Wahl vom 3. November weiterhin, seine Wahlniederlage einzugestehen. Die Übertragung der Amtsgeschäfte wird von ihm bisher boykottiert.

(juju/AFP/dpa)