Jemen: UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolutionsentwurf ab

Waffenembargo gegen Huthi-Rebellen : UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolutionsentwurf zu Jemen ab

Der UN-Sicherheitsrat stimmt am Dienstag über einen Resolutionsentwurf zum Jemen ab. In dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Text werden die Huthi-Rebellen aufgefordert, die von ihnen eingenommenen Gebiete zu räumen.

Außerdem sieht der von Jordanien eingebrachte Entwurf vor, Strafmaßnahmen gegen den Rebellenchef Abdulmalik al-Huthi und den ältesten Sohn des mit den Aufständischen verbündeten ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh, Ahmed, zu verhängen. Beide Männer sollen demnach einem Reiseverbot unterliegen, ihre Vermögen sollen eingefroren werden.

Außerdem ist in dem Text von einem Waffenembargo gegen die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten die Rede. Russland hat sich dafür ausgesprochen, ein Waffenembargo nicht nur gegen die Huthi-Rebellen, sondern gegen alle Konfliktparteien zu verhängen. Deshalb wird damit gerechnet, dass Russland bei der Abstimmung gegen 16.00 Uhr (MESZ) sein Veto einlegen könnte.

Saudi-Arabien und anderen Golfstaate

Im Resolutionsentwurf bekräftigt der UN-Sicherheitsrat seine Unterstützung für den nach Saudi-Arabien geflüchteten jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Die Konfliktparteien werden aufgefordert, ihre Streitigkeiten unter UN-Vermittlung auf dem Verhandlungsweg rasch beizulegen.

Ausgearbeitet wurde der Entwurf von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten. Saudi-Arabien steht an der Spitze einer von den USA unterstützten arabischen Militärallianz, die seit Ende März Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen fliegt.

Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten liefern sich seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa nach Aden floh. Als die Aufständischen Mitte März auf die südliche Hafenstadt vorrückten, setzte sich Hadi nach Saudi-Arabien ab und bat das Königreich um militärische Unterstützung.

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(AFP)
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