Jemen: Mehr als 30 Menschen bei Luftangriffen im Jemen getötet

Angriff von Militärbündnis aus Saudi-Arabien: Mehr als 30 Menschen bei Luftangriffen im Jemen getötet

Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis hat bei Luftangriffen ein kleines Hotel nahe der jemenitischen Hauptstadt Sanaa getroffen. Dabei sollen Dutzende Huthi-Rebellen und Zivilisten getötet worden sein.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sind geschätzt 60 Menschen bei den Angriffen am Mittwochmorgen ums Leben gekommen. Weshalb die Flugzeuge der Koalition das Hotel in Arhab, etwa 35 Kilometer nördlich von Sanaa angriffen, war zunächst nicht klar.

Augenzeugen berichteten, das zweigeschossige Hotel im Viertel Kaa al-Kaidhi sei komplett eingestürzt. Es würden noch Leichen aus den Trümmern geborgen. Ein weiterer Luftangriff habe einen Kontrollposten der Huthis einige Kilometer vom Hotel entfernt getroffen.

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Wie der Vorsitzende des Roten Halbmonds im jemenitischen Sanaa, Hussein al-Tawil, berichtete, waren auch Kriegsflüchtlinge unter den Opfern. Die von den schiitischen Huthi-Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba machte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition für den Angriff nahe der Hauptstadt verantwortlich und berichtete von 71 Toten. Dies konnte zunächst nicht von offizieller Seite bestätigt werden.

Im Jemen herrscht seit September 2014 Bürgerkrieg. Im März 2015 startete das von Saudi-Arabien geführte Bündnis einen Einsatz gegen Huthi-Rebellen, um die international anerkannte Regierung von Präsident Abed-Rabbo Mansur Hadi zu unterstützen.

(veke)