Jemen: Huthi-Rebellen greifen saudische Ölanlagen mit Drohnen an

Bürgerkrieg im Jemen : Huthi-Rebellen greifen saudische Ölanlagen mit Drohnen an

Jemenitische Huthi-Rebellen haben nach eigenem Bericht den Drohnenangriff auf die saudi-arabischen Ölpumpstation am Dienstagmorgen ausgeführt. Saudi-Arabien unterstützt die Koalition im Bürgerkrieg in Jemen.

Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach eigenem Bericht Drohnenangriffe gegen Saudi-Arabien ausgeführt. Die Huthis hätten mehrere Angriffe am Dienstag gegen das Königreich gestartet, sagte Rebellensprecher Mohammed Abdel-Salam. „Dies ist eine Botschaft an Saudi-Arabien, stoppt eure Aggression“, sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Saudi-Arabien teilte mit, Ölanlagen des staatlichen Unternehmens Aramco seien ins Visier genommen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete unter Verweis auf den saudischen Energieminister Chalid al-Falih, eine Ölpumpstation, die eine Ost-West-Pipeline versorge, sei zwischen 6.00 Uhr und 6.30 Uhr am Dienstag von Drohnen angriffen worden. Aramco stellte die Beförderung von Öl durch die Leitung vorübergehend ein.

Al-Falih bezeichnete den Angriff als „feige“. Jüngste Sabotageeingriffe gegen wichtige Einrichtungen von Saudi-Arabien richteten sich nicht nur gegen das Land, sondern die Sicherheit der Energieversorgung der Welt und die globale Wirtschaft, sagte er. Dies zeige, dass die internationale Gemeinschaft gegen Aktivitäten von Gruppen wie den Huthis vorgehen müsse.

Nach Angaben der Staatssicherheit des Königreichs wurden auch zwei Ölinfrastrukturanlagen in der Region von Riad gleichzeitig angegriffen.

Im Jemen gibt es einen Bürgerkrieg. Darin kämpfen die Huthis gegen Regierungstruppen, die von einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition unterstützt werden.

(lhen/dpa)
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