Japan: Sechs Vermisste nach Kollision zweier US-Kampfflugzeuge

Vor der Südwestküste Japans: Sechs Vermisste nach Kollision zweier US-Kampfflugzeuge

Mitten in der Luft prallen zwei US-Militärflugzeuge zusammen und stürzen ins Meer. Ein Crew-Mitglied wird gerettet. Nach den anderen sechs suchen Einsatzkräfte noch.

Vor der Südwestküste Japans sind zwei US-Kampfflugzeuge kollidiert und abgestürzt. Einsatzkräfte hätten einen von insgesamt sieben Besatzungsmitgliedern entdeckt, teilten Militärvertreter beider Länder mit. Nach den anderen werde noch gesucht. Laut dem US-Marinekorps waren ein F/A-18-Kampfjet ein Tankflugzeug vom Typ K-130 nach dem Start von ihrem Stützpunkt in Iwakuni im Westen Japans am frühen Donnerstagmorgen während einer Routineübung in „eine Panne“ verwickelt.

Das Verteidigungsministerium in Tokio ergänzte, die Kampfflugzeuge seien mitten in der Luft zusammengeprallt und rund 100 Kilometer südlich von Kap Muroto auf der Insel Shikoku ins Meer gestürzt. Für die Suchaktion wurden Flugzeuge und Schiffe. Das von japanischen Einsatzkräften entdeckte Crew-Mitglied sei in stabilem Zustand vorgefunden und zur Behandlung in eine Klinik am Stützpunkt Iwakuni gebracht worden.

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Nach japanischen Angaben waren im Kampfjet zwei Piloten an Bord, während fünf Besatzungsmitglieder im Tankflugzeug saßen.

Schon in der Vergangenheit hatte es eine Reihe von Unfällen rund um US-Militär in und vor Japan gegeben. Erst im November stürzte ein Kampfjet der Marine vor der Insel Okinawa ins Meer, die zwei Piloten konnten gerettet werden. Mitte Oktober verunglückte ein Helikopter des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan vor der Philippinensee kurz nach dem Start. Ein Dutzend Seeleute wurden leicht verletzt. Mehr als 50 000 US-Soldaten sind im Rahmen eines bilateralen Sicherheitspakts in Japan stationiert.

(mlat/dpa)
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