Italiens Sozialdemokraten wollen „nicht um jeden Preis“ in die Regierung

Machtpoker bleibt spannend : Italiens Sozialdemokraten wollen „nicht um jeden Preis“ in die Regierung

Die Sozialdemokraten (PD) und die anderen großen Parteien in Italien haben sich in der Regierungskrise zu einem ersten Gespräch mit dem Präsidenten getroffen. Überstürzen wolle man aber nichts.

Was wir brauchen, ist eine Regierung der Umkehr als Alternative zur Rechten, mit einem neuen Programm“, sagte PD-Chef Nicola Zingaretti am Donnerstag nach den Beratungen bei Staatspräsident Sergio Mattarella. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt seien, dann sei eine Neuwahl notwendig.

Eine Koalition der zuvor zerstrittenen Parteien PD und Sterne gilt als Alternative zu einer Wahl im Herbst.

Mit dem Einreichen seines Rücktritts hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte das Scheitern der Regierung aus rechtspopulistischer Lega und Fünf-Sterne-Bewegung nach monatelangen Querelen endgültig besiegelt. Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini dringt auf eine Neuwahl.

Entweder findet sich während der Beratungen beim Staatsoberhaupt eine neue Regierung - oder der Präsident muss das Parlament auflösen und damit eine Neuwahl einleiten. Es wird erwartet, dass Mattarella in den kommenden Tagen eine Entscheidung fallen wird. Der genaue Zeitpunkt ist jedoch unklar.

(dpa)