Vorläufiger Deal: Israels Kabinett lehnt Atom-Vereinbarung mit Iran ab

Vorläufiger Deal : Israels Kabinett lehnt Atom-Vereinbarung mit Iran ab

Israels Sicherheitskabinett hat die Atom-Vereinbarung des Westens mit dem Iran abgelehnt. "Dieses Abkommen würde eine große Gefahr für die Region und die Welt darstellen und das Überleben des Staates Israel gefährden", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstag nach einem Treffen mit Mitgliedern des Kabinetts sowie hochrangigen Sicherheitsbeamten.

Netanjahu bemängelte unter anderem, dass internationale Sanktionen schnell aufgehoben würden: "Das Abkommen würde Irans Wirtschaft erheblich stärken. Es würde dem Iran so die Mittel geben, um seine Aggression und seinen Terror im Nahen Osten voranzutreiben."

Durch die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens im Nahen Osten würde außerdem die Gefahr von Kriegen steigen, sagte Netanjahu weiter. Aus seiner Sicht gibt es nur eine Alternative: "Standhaft sein, den Druck auf den Iran erhöhen - so lange, bis ein gutes Abkommen erreicht ist."

Die fünf UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschland hatten sich am späten Donnerstagabend mit dem Iran auf die Eckpunkte für ein Rahmenabkommen geeinigt. Es sieht strenge Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen Wirtschaftssanktionen aufgehoben werden. US-Präsident Barack Obama hatte diese Vereinbarung als Fortschritt gewertet, jedoch betont, dass Washington sich weiterhin Israels Sicherheit verpflichtet fühle.

(dpa)