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Trotz tödlicher Zwischenfälle: Israelis und Palästinenser setzen Friedensgespräche fort

Trotz tödlicher Zwischenfälle : Israelis und Palästinenser setzen Friedensgespräche fort

Israelis und Palästinenser setzen ihre Friedensgespräche trotz tödlicher Vorfälle im Westjordanland fort. Der israelische Rundfunk meldete am Sonntag, die Verhandlungsteams beider Seiten seien am Vortag in Jerusalem wieder zusammengekommen. Für Dienstag sei ein weiteres Gespräch angesetzt.

Vor knapp einer Woche hatten die Palästinenser ein Treffen im Rahmen der Friedensgespräche abgesagt. Zuvor hatten israelische Soldaten drei Palästinenser bei Unruhen im Flüchtlingslager Kalandia nördlich von Jerusalem erschossen.

Am Samstag starb in einem Krankenhaus in Nablus ein weiterer Palästinenser, der bei schweren Zusammenstößen mit israelischen Soldaten in Dschenin verletzt worden war. Bei den Vorfällen wurde im August ein zweiter Palästinenser getötet.

Ein palästinensischer Repräsentant sagte dem israelischen Rundfunk, bei den Verhandlungen habe es noch keine Vereinbarungen gegeben. Beide Seiten hatten vor gut einem Monat unter US-Vermittlung ihre Friedensverhandlungen nach jahrelanger Eiszeit wieder aufgenommen. Ziele sind ein Friedensabkommen binnen neun Monaten sowie ein unabhängiger Palästinenserstaat.

(dpa)