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Israel: UN-Generalsekretär Antonio Guterres hält Zwei-Staaten-Lösung für alternativlos

Nahost-Konflikt : UN-Generalsekretär sieht keine Alternative zur Zwei-Staaten-Lösung

Deutliche Worte vom UN-Generalsekretär. Antonio Guterres hält eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt für unumgänglich. "Es gibt keine Alternative zur Zwei-Staaten-Lösung, es gibt keinen Plan B.“

Das sagte Guterres am Donnerstag bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats in New York. Die Beendigung der seit 1967 andauernden Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel und die Gründung eines eigenen Palästinenserstaates sei "der einzige Weg, um den Grundstein für dauerhaften Frieden zu legen".

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit, machte in seiner Rede vor dem Sicherheitsrat die Besetzung durch Israel verantwortlich für die "Destabilisierung und Radikalisierung im Nahen Osten und darüber hinaus".

Die USA wollen am 25. und 26. Juni auf einer Konferenz in Bahrain den wirtschaftlichen Teil ihres mit Spannung erwarteten Nahost-Friedensplans vorstellen. US-Präsidentenberater Jared Kushner - der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump - hat den Plan für eine Beilegung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern erarbeitet.

Bislang sind kaum Details bekannt geworden. Kushner hat aber durchblicken lassen, dass er sich nicht für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzen will. Im Gegenzug will er den Palästinensern offenbar umfassende Wirtschaftshilfe zusagen. Im Nahost-Konflikt ist die Zwei-Staaten-Lösung seit Jahrzehnten der zentrale Ansatz internationaler Vermittlungsbemühungen. Auch die EU befürwortet diesen Ansatz.

Derweil hat eine Rakete aus dem Gazastreifen nach Angaben der israelischen Polizei in der israelischen Stadt Sderot ein Gebäude getroffen und beschädigt. Es gebe keine Berichte über Verletzte, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

In der Nacht zum Donnerstag hatten israelische Kampfflugzeuge nach Angaben der Armee eine „unterirdische Terroreinrichtung“ der radikal-islamischen Hamas im südlichen Gazastreifen angegriffen. Zuvor sei eine Rakete aus dem Küstengebiet nach Israel abgefeuert worden, teilte die Armee mit. Die Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas drohte mit einer erneuten Eskalation der Proteste an der Grenze zu Israel.

Anfang Mai war es zum schlimmsten Gewaltausbruch aus dem Gazastreifen seit fünf Jahren gekommen. Militante Palästinenser hatten rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert, Israels Armee griff daraufhin Ziele im Gazastreifen an. Vier Israelis und 25 Palästinenser wurden getötet. Die Lage beruhigte sich, nachdem mit ägyptischer Hilfe eine Waffenruhe ausgehandelt worden war.

(felt/AFP/dpa)