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Offensive im Gazastreifen: Israel lehnt Einigungs-Angebot der Hamas ab

Offensive im Gazastreifen : Israel lehnt Einigungs-Angebot der Hamas ab

Jerusalem (rpo). Die Palästinenserorganisation Hamas soll Israel ein umfassendes Angebot zur Einigung im aktuellen Gaza-Konflikt vorgelegt haben. Dabei sei es um einen Waffenstillstand und die Freilassung des entführten Soldaten Gilad Schalit gegangen, berichtet die israelische Tageszeitung "Haaretz". Israel habe abgelehnt und erwartet nach den Worten des Einwanderungsminister Seev Boim, dass die Militäroperation noch lange andauert.

Das "Operationsfeld im Gazastreifen" lasse "keinen schnellen Sieg" zu, sagte Boim am Montag im Militärrundfunk. Verhandlungen mit der palästinensischen Hamas-Regierung über einen Gefangenenaustausch lehnte Boim trotz ägyptischer Bemühungen um eine Lösung erneut ab. Er wisse um die Verhandlungsanstrengungen Kairos, sagte der Minister. Israel werde aber keine Gefangenen freilassen.

Für die Militäraktion im Gazastreifen brauche Israel Geduld, da der Gazastreifen nicht wieder besetzt werden solle, sagte Boim weiter. Derzeit gebe es keine "Wunderlösung gegen palästinensische Raketenangriffe". Sie könnten aber reduziert werden. Ziel sei es, die Angriffe auf Israel "vollkommen zu beenden".

Die israelische Tageszeitung "Haaretz" berichtete am Montag, der in Damaskus lebende Hamas-Exilchef Chaled Meschaal habe sich für eine Einigung mit Israel ausgesprochen. Eckpunkte dabei seien ein langfristiger Waffenstillstand, die Freilassung des vor drei Wochen entführten Soldaten Gilad Schalit sowie der Rückzug der israelischen Soldaten aus dem Gazastreifen gehen. Dieses Angebot sei Israel unterbreitet worden. Die Regierung habe es aber abgelehnt, berichtete die Zeitung.

(afp2)