Israel: Fünf Palästinenser sterben bei Zusammenstößen am Gaza-Grenzzaun

Gewalt in Israel : Fünf Palästinenser sterben bei Zusammenstößen am Gaza-Grenzzaun

An der Gaza-Grenze sind nach palästinensischen Angaben fünf Menschen bei Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten erschossen worden.

Ein 14-Jähriger sei tödlich in die Brust getroffen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mit. Weitere 397 Palästinenser seien verletzt worden. Davon hätten 83 Schussverletzungen gehabt.

Nach Angaben der israelischen Armee hatten sich mehr als 10.000 Palästinenser an verschiedenen Punkten am Grenzzaun versammelt. Sie hätten Brandbomben und Sprengsätze sowie Steine auf israelische Soldaten geworfen, hieß es in einer Mitteilung. Die israelische Luftwaffe habe daraufhin einen Angriff geflogen. Nach palästinensischen Angaben wurde ein Stützpunkt der radikalislamischen Hamas beschossen.

Seit Ende März sind bei Protesten und Zusammenstößen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 189 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Diese Dörfer oder Städte gehören heute zum israelischen Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab.

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

(felt/dpa)