Israel bombardiert Ziele im Gazastreifen - Luftwaffe fliegt Vergeltungsangriffe

Luftwaffe fliegt Vergeltungsangriffe : Israel zerstört Büro von Hamas-Chef im Gaza-Streifen

Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe am Montag zahlreiche Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. Das Büro des Chefs der Hamas wurde zerstört. Am späten Abend rief die Hamas eine Waffenruhe aus.

Nach dem Raketenangriff bei Tel Aviv mit sieben Verletzten hat Israel am Montag Vergeltungsangriffe im Gazastreifen geflogen. Die israelische Armee erklärte am Montag, die Angriffe auf "Hamas-Terror-Ziele" hätten begonnen. Israelische Hubschrauber hätten eine Einrichtung des militärischen Arms der radikalislamischen Palästinenserorganisation im Westen des Gazastreifens mindestens drei Mal angegriffen, berichteten Augenzeugen.

Einwohner des Küstenstreifens berichteten von lauten Explosionen. Krankenhäuser im Gazastreifen wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Nach Angaben der Hamas wurden zunächst zwei militärische Trainingslager im Norden des Gazastreifens getroffen. Die Hamas hatte in Erwartung israelischer Angriffe zahlreiche Posten und Gebäude geräumt.

Nach einem Bericht des Radiosenders der radikalislamischen Hamas wurde auch das Büro ihres Chefs Ismail Hanija zerstört. Hanija hatte sich am Montag zuvor in ein Versteck begeben. Er hatte Vergeltung befürchtet, nachdem eine Rakete aus dem Gazastreifen ein israelisches Haus getroffen hatte.

In einem Haus in Mischmeret nordöstlich von Tel Aviv war am frühen Morgen eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete eingeschlagen. Das Gebäude wurde weitgehend zerstört; sieben Menschen wurden verletzt, darunter Kinder. Israel kündigte daraufhin eine harte Gegenreaktion an.

Am späten Montagabend dann hat die Hamas nach Luftangriffen der israelischen Armee eine Waffenruhe mit Israel verkündet. Ägypten sei mit seinen Bemühungen um eine Feuerpause erfolgreich gewesen, sagte ein Sprecher der radikalislamischen Palästinenserorganisation. Israel ließ die Äußerungen zunächst unkommentiert.

(felt/dpa/AFP)
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