Vollstreckung der Kleiderordnung der Mullahs Iran verkündet Rückkehr der berüchtigten Moralpolizei

Teheran · Irans Behörden haben die Rückkehr der berüchtigten Sittenwächter zur Vollstreckung der Kleiderordnung, etwa der Kopftuchpflicht, angekündigt. Das ist dazu bekannt.

Demonstranten in Beirut, Libanon schwenken Kopftücher, während sie Bilder von Mahasa Amini in die Höhe halten. Amini wurde wegen ihres unislamischen Outfits von der Moralpolizei verhaftet und starb in der Folge. Später wurde die Sittenpolizei im Iran abgeschafft – nun kehrt sie zurück.(Symbolbild)

Demonstranten in Beirut, Libanon schwenken Kopftücher, während sie Bilder von Mahasa Amini in die Höhe halten. Amini wurde wegen ihres unislamischen Outfits von der Moralpolizei verhaftet und starb in der Folge. Später wurde die Sittenpolizei im Iran abgeschafft – nun kehrt sie zurück.(Symbolbild)

Foto: dpa/Marwan Naamani

Ab dem heutigen Sonntag (16. Juli) sollen im Iran Einheiten der zuständigen Moralpolizei mit Patrouillen zu Fuß und im Auto wieder gegen Verstöße vorgehen, berichtete die Nachrichtenagentur Isna.

Nach den massiven Protesten im Herbst 2022 gegen die politische und religiöse Führung des Landes waren die berüchtigten Einheiten von den Straßen der Metropolen verschwunden. Auslöser der Demonstrationen war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini. Die junge Frau starb im Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war.

Irans Sicherheitsapparat ließ die Proteste brutal niederschlagen. In den vergangenen Monaten ignorierten viele Frauen demonstrativ die Kopftuchpflicht, auch als Zeichen des stillen Protests. Der Staat reagierte unter anderem mit einem umstrittenen Gesetzentwurf, der im Parlament in Kürze abgestimmt werden soll. Das Gesetz sieht neue und harte Strafen bei Verstößen vor.

(aku/dpa)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort