1. Politik
  2. Ausland

Iran stuft sämtliche US-Truppen als „Terroristen“ ein

Wegen Tötung von General Soleimani : Iran stuft sämtliche US-Truppen als „Terroristen“ ein

Wenige Tage nach der Tötung von Qassem Soleimani hat der Iran alle US-Truppen als Terroristen eingestuft. Die Lage spitzt sich weiter zu.

Als Reaktion auf die gezielte Tötung von General Kassem Soleimani hat der Iran sämtliche US-Truppen als "Terroristen" eingestuft. Das Parlament in Teheran verabschiedete am Dienstag ein entsprechendes Gesetz. Soleimani, der die für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden befehligt hatte, war am Freitag bei einem US-Drohnenangriff in Bagdad getötet worden.

„Die USA haben mit der Tötung eines hochrangigen iranischen Offiziers einen gefährliche Kurs eingeschlagen, der schon sehr bald die gesamte Region gefährden könnte“, sagte Außenminister Mohammed Dschwad Sarif am Dienstag.

Die Behauptung der USA, Frieden und Sicherheit für die Region zu wollen, sei lediglich „eine große historische Lüge“, sagte Sarif. Die USA hätten mehrmals bewiesen, dass ihre politischen Fehlkalkulationen über den Iran nicht nur die Region, sondern die ganze Welt gefährden, fügte der iranische Chefdiplomat hinzu.

Als Lösung für das Problem schlug Sarif eine regionale Zusammenarbeit ohne die Anwesenheit der USA vor. Dies wäre weitaus konstruktiver für die Region, als Milliarden in amerikanische Militärausrüstungen zu investieren. „In dem Zusammenhang hat Präsident Hassan Ruhani den Friedensplan für den Persischen Golf und die Straße von Hormus vorgeschlagen“, sagte Sarif nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Den Plan hatte Ruhani im September vergangenen Jahres den Vereinten Nationen in New York vorgelegt. Die iranische Initiative soll sowohl die sichere Schifffahrt im Persischen Golf garantieren, als auch die Spannungen in der Region reduzieren.

(mja/AFP/dpa)