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Kampf gegen Terror: Irak und USA wollen zusammen arbeiten

Kampf gegen Terror : Irak und USA wollen zusammen arbeiten

Im Kampf gegen den Terrorismus wollen die USA mit dem Irak zusammen arbeiten. Präsident Barack Obama sagte am Freitag nach einem zweistündigen Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri Al-Maliki, man habe darüber gesprochen, wie man zusammen die Terrororganisation Al-Kaida zurückdrängen könne.

Zwar operiere Al Qaida nicht nur im Irak, stelle aber eine Bedrohung für die gesamte Region und die USA dar. Al-Maliki sagte, die beiden Präsidenten hätten "ähnliche Positionen", wie man dem Terrorismus entgegen treten müsse, und man wolle zusammenarbeiten. Er beschrieb die Demokratie im Irak als zerbrechlich, aber gelobte, sie zu stärken.

Al-Maliki wollte im Gesptäch mit Obama größere Unterstützung von den USA im Kampf gegen den Terrorismus einfordern. Das Treffen am Freitag sollte einen Neustart im Verhältnis der beiden Nationen einläuten.

Rund 4500 amerikanische Soldaten hatten seit 2003 ihr Leben im Irak verloren, dazu mehr als 100.000 Einheimische. Die USA kostete der Krieg mehr als 700 Milliarden Dollar (rund 519 Milliarden Euro)
gekostet.

Bereits am Donnerstag hatte Al-Maliki vehement US-Hilfe gefordert. Er benötige zusätzliche Waffen, Geheimdienstinformationen und andere Unterstützung, sagte Al-Maliki am Amerikanischen Institut für Frieden. Al-Maliki machte den Bürgerkrieg in Syrien für die Zunahme der Gewalt im Irak mitverantwortlich. In Syrien kämpfen auch mit Al Qaida verbündete Rebellen gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad.

Die neue Anfrage kommt knapp zwei Jahre, nachdem sich die Regierung von Al-Maliki und die USA nicht auf ein Bleiben der US-Truppen im Irak einigen konnten. Im Dezember 2011 hatten die USA ihre Soldaten weitgehend abgezogen. Bagdad wollte ein Sicherheitsabkommen nicht verlängern, das den US-Truppen juristische Immunität zugesichert hätte.

Doch in den vergangenen Monaten verschlechterte sich die Sicherheitslage rapide. Mehr als 5000 Iraker verloren bei Anschlägen ihr Leben, allein im vergangenen Monat gab es rund 40 Selbstmordanschläge. Grund sind die massiven Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten.

Die Minderheit der Sunniten fühlt sich von der schiitischen Regierung diskriminiert, Enttäuschung, Wut und Hass entladen sich in Gewalt - und der Regierung fehlt die Unterstützung der US-Soldaten, um die Kontrolle aufrecht zu halten.

AP enw hme n1

(ap)