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Irak: Erste russische Kampfjets in Bagdad eingetroffen

Kampf gegen Dschihadisten der Isis : Irak: Erste russische Kampfjets in Bagdad eingetroffen

Die irakischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine erste Lieferung von fünf gebrauchten russischen Kampfflugzeugen erhalten. Die Jets des Typs Suchoi Su-25 seien bald einsatzbereit.

Das teilte das Verteidigungsministerium in Bagdad am Sonntag mit. Die Flugzeuge sollen die irakischen Truppen im Kampf gegen die extremistischen Isis-Milizen unterstützen.

Regierungschef Nuri al-Maliki hatte in der vergangenen Woche der BBC gesagt, der Irak habe sich mit Russland und Weißrussland über den Kauf der Kampfflugzeuge geeinigt. Das Geschäft soll laut dem Sender einen Umfang von rund 500 Millionen US-Dollar (rund 360 Millionen Euro) haben.

Regierungseinheiten hatten am Samstag eine Offensive auf Tikrit begonnen und dabei nach eigenen Angaben Teile der nordirakischen Stadt eingenommen. Isis-Milizen hatten den Ort am 11. Juni erobert.
Sie beherrschen große Teile im Norden und Westen des Landes und haben einen Marsch auf die Hauptstadt Bagdad angekündigt.

Angesichts des Vormarsches hat der Leiter des irakischen Krisenstabes, General Ali al-Saidi, eine Aufteilung des Landes in autonome Zonen gefordert. "Alle Gruppen sollen ihre eigenen Regionen erhalten. Das ist die einzige Lösung", sagte der Kommandeur der "Welt am Sonntag".
Im Irak gibt es Schiiten, Sunniten und Kurden.

Nur mit einer Aufteilung könne die Unterstützung für die sunnitische Isis-Miliz im sunnitischen Bevölkerungsteil gebrochen werden. "Isis macht nur etwa zehn Prozent der Kämpfer aus. Die Hauptrolle spielen sunnitische Stämme und die Baath-Partei des gestürzten Diktators Saddam Hussein", sagte Al-Saidi.

Der General betonte, die Hauptstadt Bagdad sei sicher vor Isis. "Wir haben einen Verteidigungsgürtel rund um Bagdad angelegt, mit vier Divisionen zu je 15 000 Mann. Das sind Elitetruppen. Dazu kommen die Freiwilligen, die immer mehr werden. Isis kann Terroranschläge verüben, aber Bagdad werden sie nicht erobern", sagte Al-Saidi.

Hier geht es zur Infostrecke: Isis/IS - Islamischer Staat im Irak und Syrien

(dpa)