Bewaffneter Konflikt: Internationaler Strafgerichtshof ermittelt wegen Verbrechen in Mali

Bewaffneter Konflikt : Internationaler Strafgerichtshof ermittelt wegen Verbrechen in Mali

Der Internationale Strafgerichtshof hat ein offizielles Ermittlungsverfahren zu möglichen Kriegsverbrechen in Mali eröffnet. Das teilte das Gericht am Mittwoch in Den Haag mit.

Seit Beginn des Konflikts im Januar 2012 seien die Bürger in Nordmali Opfer extremer Gewalt geworden, erklärte die Chefanklägerin Fatou Bensouda. Sie nannte Mord, Verstümmelungen, Folter, Exekutionen, Vergewaltigung und Plünderungen. "Einige dieser Taten von Brutalität und Zerstörung sind möglicherweise Kriegsverbrechen."

Die Ermittlungen sollen sich auf die nördlichen Regionen des Landes konzentrieren. Gerechtigkeit könne die internationalen Bemühungen um Frieden unterstützen, betonte die Chefanklägerin. "Die internationalen Verbrechen, die in Mali begangen wurden, haben das Bewusstsein der Menschheit tief schockiert." Die Anklage des Weltstrafgerichtes hatte auf Ersuchen der Regierung von Mali Berichte über extreme Gewalt in dem afrikanischen Land seit Juli 2012 untersucht.

(AFP/sap)
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