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Internationaler Handelsstreit: Donald Trump nimmt Welthandelsorganisation ins Visier

Internationaler Handelsstreit : Trump nimmt Welthandelsorganisation ins Visier

US-Präsident Donald Trump holt im Handelsstreit zum Rundumschlag aus und droht der Welthandelsorganisation (WTO) wegen angeblicher Unfairness mit Konsequenzen.

Wenn die WTO die USA nicht „ordentlich behandelt, werden wir etwas tun“, sagte er am Montag bei einem Gespräch mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte. Erneut stritt Trump ab, die Vereinigten Staaten aus der Organisation zurückziehen zu wollen. Sie müsse aber ihre Arbeitsweise ändern, weil sie die USA „sehr schlecht“ behandelt habe.

Beim Treffen mit Rutte erklärte Trump, er sei Handelsvertragsabschlüssen „sehr nah“. Diese seien „faire Deals für unsere Steuerzahler, und für unsere Arbeiter und unsere Farmer“. Mit der Europäischen Union solle weiter über Handelsfragen beraten werden: „Falls wir etwas ausarbeiten, wird das positiv sein. Und falls nicht, wird es auch positiv sein.“

Rutte sagte, die Gespräche sollten sich um Arbeitsplätze und Sicherheit drehen: „Unser Ziel ist es, die Zahlen zu erhöhen, um erfolgreicher zu sein.“ In der nächsten Woche werden Trump und Rutte mit den Nato-Partnern in Brüssel zusammenkommen.

Trump verhängte am 1. Juni Strafzölle auf Importe von europäischem Stahl und Aluminium. Die EU verhängte daraufhin Gegenzölle. Neuer Streit ist wegen etwaiger Zölle auf Autoimporte aus der Europäischen Union ausgebrochen. Der US-Präsident hat sein Handelsministerium angewiesen, Zollsätze auf Autos, Lastwagen und Fahrzeugteile zu prüfen. In Brüssel wurde gewarnt, dies könne Vergeltungsmaßnahmen auf US-Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar nach sich ziehen.

(csr/dpa)