Hongkong: Wieder Gewalt bei Protesten - Brandbomben und Verletzte

Brandbomben und Verletzte : Wieder Gewalt bei Protesten in Hongkong

Am Sonntag ist es auf den Straßen von Hongkong erneut zu chaotischen Szenen gekommen. Auf einer bei Touristen beliebten Straße stellten Demonstranten Barrikaden auf und steckten Geschäfte in Brand. Die Polizei reagierte mit Tränengas und Wasserwerfereinsatz.

Die Kundgebung war nicht von den Behörden genehmigt. Bis in den späten Abend hinein lieferten sich Protestierende und Polizei Kämpfe. Demonstranten warfen Brandbomben. 24 Menschen wurden verletzt und in Kliniken behandelt, wie die Krankenhausbehörde mitteilte. Sechs hätten schwere Verletzungen erlitten.

Die Polizei gab nicht bekannt, ob und wie viele Menschen festgenommen wurden. Es war zu sehen, wie einer Person Handschellen angelegt und sie zu einem Polizeiwagen gebracht wurde.

Seit Anfang Juni kommt es in der chinesischen Sonderverwaltungszone zu Protesten. Die Demonstranten fordern demokratische Reformen und eine Untersuchung zu mutmaßlicher Polizeigewalt.

Mit dem Anbruch der Nacht kehrten viele Protestierende zurück auf die Straßen und zündeten Müll an Verkehrskreuzungen an. In Brand gesteckt wurden außerdem Geldautomaten und Bankfilialen von Geldinstituten vom chinesischen Festland. Die Demonstranten zündeten auch andere Geschäfte und Restaurantketten an, die angeblich im Besitz von pekingfreundlichen Unternehmern seien.

(felt/dpa)
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