Hillary Clinton will verschickte E-Mails veröffentlichen

Diskussion um privates Mail-Postfach : Hillary Clinton will E-Mails als Außenministerin veröffentlichen

Als US-Außenministerin soll Hillary Clinton ausschließlich ein privates E-Mail-Konto für dienstliche Angelegenheiten genutzt haben. Um Kritikern zu begegnen und ihr Vorgehen zu erklären, will sie nun alle entsprechenden E-Mails veröffentlichen.

"Ich will, dass die Öffentlichkeit meine E-Mails sieht", teilte Clinton am späten Mittwochabend im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das US-Außenministerium erklärte, die Veröffentlichung "so schnell wie möglich" prüfen zu wollen. Angesichts der großen Datenmenge könne dies aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

I want the public to see my email. I asked State to release them. They said they will review them for release as soon as possible.

Ein Ausschuss des Repräsentantenhaus hat die E-Mails erstmal beschlagnahmt, was eine Veröffentlichung ebenfalls verschieben verzögern könnte. Mit ihrer Praxis könnte Clinton als Amtsträgerin gegen Regierungsvorschriften verstoßen haben, dass alle dienstlichen Mails archiviert werden müssen. Der Ausschuss zur Kontrolle der Regierung soll nun mögliches Fehlverhalten prüfen. "Das amerikanische Volk verdient es, alle Fakten zu kennen", sagte der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner, am Mittwoch (Ortszeit).

In dieser Woche war bekannt geworden, dass Clinton als US-Außenministerin ein privates E-Mail-Konto für ihre Arbeit benutzte. Kritiker werfen ihr vor, durch die Benutzung des weniger gesicherten Kontos gegen Gesetze verstoßen zu haben. Der Republikaner Trey Gowdy kündigte rechtliche Schritte an, um alle E-Mails zu erhalten, die die demokratische Politikerin als US-Außenministerin schrieb.

(AFP/ap)
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