Handelsstreit: China erhöht Zölle auf Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar

Handelsstreit mit USA : China hebt Zölle auf US-Waren an

China hat auf die höheren US-Zölle mit einer Anhebung der Einfuhrgebühren von US-Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar (53,34 Mrd Euro) reagiert. Je nach Produkt sollen am Juni Zölle von 10, 20 oder 25 Prozent gelten.

Im Handelsstreit mit Washington reagiert China auf höhere US-Zölle und hebt seinerseits die Einfuhrgebühren auf US-Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar (53,34 Mrd Euro) an. Vom 1. Juni an würden die Zölle auf die betroffenen Waren erhöht, teilte die Führung in Peking am Montag mit. Je nach Produkt gelten dann Zölle von 10, 20 oder 25 Prozent.

Die „Anpassung“ sei eine „Antwort auf den US-Unilateralismus und Handelsprotektionismus“, so die Behörden in Peking weiter. China hoffe, dass die USA im Sinne gegenseitigen Respekts zur bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zurückkehrten.

In der Nacht zum Freitag setzten die USA die Anhebung der Sonderabgaben auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft. Die Zölle stiegen von bisher zehn auf 25 Prozent. Für weitere Importe im Volumen von 50 Milliarden Dollar lag der Satz bereits zuvor bei 25 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hat seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping im Handelsstreit das Abwandern von Unternehmen prophezeit. Falls die Volksrepublik keinen Handelsvertrag mit den USA unterzeichne, werde das China sehr schmerzen, warnte Trump am Montag auf Twitter. „Firmen werden gezwungen sein, China zu verlassen. Zu teuer, in China zu kaufen“, twitterte er in seinem typischen Stil. „Niemand wird mehr in China sein, mit dem man Geschäfte machen kann.“ Falls Peking Vergeltung suche, werde es noch schlimmer.

Hintergrund des Handelsstreits ist der Vorwurf der Trump-Regierung, China verlange von ausländischen Firmen, die auf seinen Märkten aktiv werden wollen, die Preisgabe technologischer Geheimnisse. Auch subventioniere China einheimische Unternehmen und stehle US-Handelsgeheimnisse, um bei Technologien wie Robotik und Elektroautos weltweit die Nummer eins zu werden.

(lhen/dpa)
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