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Großbritannien-Wahl 2019: Konservativen haben absolute Mehrheit erzielt

Martin Schulz zu Johnson nach der Wahl : „Er ist jetzt in der Pflicht“

Die Konservativen haben in Großbritannien die absolute Mehrheit erzielt. Der frühere Europaparlamentsspräsident Martin Schulz fordert den britischen Premier Johnson nun auf, zu liefern. Alle Entwicklungen im Liveblog.

  • Konservative gewinnen mindestens 326 der 650 Sitze im Unterhaus
  • Johnson kündigt an, „fristgerecht“ aus der EU austreten zu wollen.
  • Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon fordert ein neues Unabhängigkeits-Referendum für Schottland
  • 12/13/19 10:59 AM
    Der frühere Europaparlamentspräsident Martin Schulz hat den britischen Premier Boris Johnson nach dessen Wahlsieg zu einem schnellen Vollzug des Brexit aufgefordert. "Boris Johnson hat die Mehrheit bekommen, die er erreichen wollte", sagte der SPD-Politiker unserer Zeitung. "Er ist jetzt in der Pflicht, dass das gute Austrittsabkommen mit der EU ratifiziert wird und das Vereinigte Königreich die EU zum 31. Januar verlässt." Die EU sei dem Vereinigten Königreich weit entgegengekommen. "Die europäischen Institutionen und Deutschland sollten nun darauf drängen, dass das Austrittsabkommen im Unterhaus und im Europäischen Parlament endlich offiziell ratifiziert wird", sagte Schulz.
  • 12/13/19 10:57 AM
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat ungeachtet des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der EU den Fortbestand enger Beziehungen betont. "Wir wollen, dass Großbritannien auch nach dem Brexit ein enger Partner bleibt - wirtschaftlich genauso wie in der in der Außen- und Sicherheitspolitik", sagte der SPD-Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Maas äußerte die Erwartung, "dass der geregelte Austritt Ende Januar stattfinden wird". Der Abschied der Briten von der EU sei bedauerlich, "aber die Entscheidung haben wir zu akzeptieren". Jetzt gehe es darum, "ein enges, ausgewogenes, faires künftiges Verhältnis mit Großbritannien zu gestalten".

  • 12/13/19 10:54 AM
    „Wir werden den Brexit bis zum 31. Januar vollenden, kein Wenn, kein Aber und kein Vielleicht“, sagte Premier Boris Johnson am Freitag vor jubelnden Anhängern in London. Ein zweites Brexit-Referendum sei vom Tisch.
  • 12/13/19 10:26 AM
    Nach dem konservativen Wahlsieg in Großbritannien rät der CSU-Europapolitiker Manfred Weber der EU, den Brexit abzuhaken und mit den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zu beginnen. Der Brexit bleibe ein Fehler, schrieb der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei am Freitag auf Twitter. „Aber ein kurzer Schmerz ist besser als ein langer. Lasst uns nach vorne gehen.“
  • 12/13/19 10:12 AM
    Der klare Sieg von Premier Boris Johnson und den Tories hat den britischen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Die lange Zeit lähmende Brexit-Unsicherheit weicht aus dem Markt. „Damit bestätigt der Wähler ein zweites Mal, dass er den Brexit will“, schrieb NordLB-Volkswirt Stefan Große. Er glaubt jedoch, dass die Briten einen hohen wirtschaftlichen und politischen Preis für ihre scheinbare Unabhängigkeit bezahlen werden. Der britische Leitindex FTSE 100 gewann zuletzt 1,62 Prozent auf 7391,04 Punkte - ungeachtet des starken britischen Pfund, das zum US-Dollar und zum Euro deutlich zulegte. Banken waren unter den größten Gewinnern. Die nachlassende politische Unsicherheit nach der Wahl sei für die Institute positiv, kommentierten die Volkswirte von Goldman Sachs.

  • 12/13/19 10:03 AM
    Die Briten haben sich entschieden. Gegen eine Zukunft Großbritanniens in der Europäischen Union, für den Brexit. Wir Kontinentaleuropäer müssen das endlich akzeptieren, schreibt unsere Kollegin Birgit Marschall. Die üblichen Vorwürfe Richtung Großbritannien können wir uns jetzt sparen.
  • 12/13/19 10:00 AM
    Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Boris Johnson zu seinem Wahlerfolg gratuliert. „Herzlichen Glückwünsch, Boris Johnson, zu diesem klaren Wahlsieg“, sagte Merkel laut einem Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. „Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit für die Freundschaft und enge Partnerschaft unserer Länder.“ Johnsons Konservative haben die Wahl in Großbritannien klar gewonnen.
  • 12/13/19 9:31 AM
    Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Nicola Sturgeon, hat nach der Parlamentswahl in Großbritannien angekündigt, für ein zweites Unabhängigkeits-Referendum kämpfen zu wollen. „Boris Johnson hat erstens kein Recht, Schottland aus der EU zu nehmen und zweitens kein Recht zu verhindern, dass das schottische Volk über seine eigene Zukunft bestimmt“, sagte die schottische Regierungschefin am frühen Freitagmorgen in der BBC. Die sozialdemokratisch und pro-europäisch ausgerichtete Schottische Nationalpartei geht aus der Wahl am Donnerstag als Sieger hervor und wird Vorhersagen zufolge möglicherweise mehr als 50 der 59 schottischen Parlamentssitze gewinnen. Die Konservativen könnten in Schottland komplett leer ausgehen, nachdem sie 2017 noch 13 Mandaten geholt hatten.

  • 12/13/19 8:47 AM
    Auch Indiens Regierungschef Narendra Modi beglückwünschte Johnson auf Twitter zu seiner „überwältigenden“ Mehrheit. Er freue sich auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Indien, fügte er hinzu. Indien war früher britische Kolonie und gehört heute noch zum Commonwealth. Oberhaupt des Staatenbundes ist Königin Elizabeth II.
  • 12/13/19 8:45 AM
    Australiens Premierminister Scott Morrison hat dem britischen Premier Boris Johnson zu seinem Sieg bei der Parlamentswahl gratuliert. „Glückwunsch„, schrieb Morrison am Freitag auf Twitter. Er freue sich auf die Stabilität, die dieser „überragende“ Sieg mit sich bringe. „Sag G'day zu den stillen Briten von uns“, fügte er hinzu und bezog sich damit auf die Unterstützer Johnsons. Morrison hatte im Mai selbst mit seinem Mitte-Rechts-Bündnis allen Umfragen zum Trotz die australische Parlamentswahl gewonnen, damals bezeichnete er seine Wähler als „die stillen Australier“.
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(lukra/mja/jco)