Nach Rücktritt von Ben Wallace Grant Shapps wird neuer britischer Verteidigungsminister

London · In Großbritannien wird der frühere Energieminister Grant Shapps wird neuer Verteidigungsminister. Es ist bereits sein fünfter Regierungsjob innerhalb des eines Jahres.

Grant Shapps ist neuer britischer Verteidigungsminister.

Grant Shapps ist neuer britischer Verteidigungsminister.

Foto: AFP/DANIEL LEAL

In Großbritannien wird der bisherige Energieminister Grant Shapps neuer Verteidigungsminister. Das teilte die Regierung in London am Donnerstag mit. Der 54-Jährige ist ein Vertrauter von Premierminister Rishi Sunak. Es ist bereits sein fünfter Regierungsjob innerhalb des eines Jahres. Er gilt als sehr gewandt im Umgang mit den Medien, Erfahrung aus dem Militär bringt er nicht mit. Kurz zuvor hatte der bisherige Amtsinhaber Ben Wallace seinen Rücktritt schriftlich eingereicht und dies auf der Plattform X, früher Twitter, bekannt gemacht. „Das war's Leute. Es war eine Ehre diesem großartigen Land zu dienen.“ Nachfolgerin von Shapps an der Spitze des Energieministeriums wird die bisherige Bildungsstaatssekretärin Claire Coutinho.

Angekündigt hatte Wallace seinen Rückzug bereits im Juli, er will auch bei den nächsten Wahlen nicht mehr für das Parlament kandidieren. Der 53-Jährige wurde 2019 unter dem damaligen Regierungschef Boris Johnson Verteidigungsminister. In diese Zeit fiel der Beginn des Kriegs in der Ukraine. Er rief die Regierung auf, bei geplanten Einsparungen den Rotstift nicht im Verteidigungsressort anzusetzen. Man dürfe nicht zu den Zeiten zurückkehren, in denen die Regierung die Verteidigung als Ermessensausgabe betrachtet habe und Einsparungen durch Aushöhlung erzielt worden seien. „Das Verteidigungsministerium ist wieder auf dem Weg mit erstklassigen Mitarbeitern Weltklasse zu sein.“

Sunak dankte Wallace. „Sie haben diesem Land in den drei herausforderndsten Posten in der Regierung gedient: als Verteidigungsminister, als Sicherheitsminister und als Minister für Nordirland.“ Nach insgesamt acht Jahren als Minister könne er verstehen, dass er zurücktreten wolle.

(zim/Reuters)
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