232.000 Stimmen: Geringe Beteiligung an erster türkischer Wahl im Ausland

232.000 Stimmen : Geringe Beteiligung an erster türkischer Wahl im Ausland

An der ersten türkischen Wahl im Ausland haben sich nur wenige der knapp 2,8 Millionen Wahlberechtigten beteiligt. 232.000 Türken hätten außerhalb der Türkei ihre Stimme für einen neuen Staatspräsidenten abgegeben, sagte Vize-Ministerpräsident Emrullah Isler am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu.

Das entspricht einer Quote von rund 8,3 Prozent. Weitere 152 000 Auslandstürken gaben ihre Stimme nach Angaben Islers in Wahllokalen an Grenzübergängen oder Flughäfen in der Türkei ab.

Die Wahl im Ausland war am Sonntag nach vier Tagen beendet worden, die Stimmzettel werden nun in die Türkei gebracht. An Grenzübergängen und Flughäfen in der Türkei kann dagegen noch bis zum Wahltag am kommenden Sonntag abgestimmt werden. Da viele Auslandstürken ihre Sommerferien in ihrer alten Heimat verbringen, rechnete Isler mit insgesamt 450 000 bis 500 000 Wählern in dieser Gruppe.

In Deutschland waren rund 1,4 Millionen türkische Staatsbürger dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Als klarer Favorit gilt der derzeitige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Es ist das erste Mal, dass Auslandstürken in den Ländern wählen können, in denen sie leben. Zugleich ist es das erste Mal, dass das Staatsoberhaupt in der Türkei direkt durch das Volk gewählt wird.

(dpa)
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