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Medienberichte: Geld aus dem Westen für syrische Überläufer?

Medienberichte : Geld aus dem Westen für syrische Überläufer?

Die zunehmende Zahl syrischer Überläufer könnte einem Medien-Bericht zufolge auch mit finanziellen Anreizen des Westens zu tun haben. Bei einem Treffen in Katar im Mai hätten europäische Länder gemeinsam mit den Golfstaaten beschlossen, den Kollaps der Regierung von Präsident Baschar Assad mit entsprechenden Mitteln zu beschleunigen, hieß es am Dienstag unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Die Botschafter der Staaten in Syrien und in Doha kamen demnach zu dem Schluss, dass der Friedensplan des damaligen UN-Sondergesandten Kofi Annan offiziell unterstützt werden müsse, zugleich aber eine Alternative notwendig sei. Vertreter der oppositionellen Freien Syrischen Armee in Katar hätten die Angaben bestätigt, berichtete die britische Zeitung "The Times".

Vize-Regierungschef: "Rücktritt Assads verhandelbar"

Der syrische Vize-Regierungschef Kadri Dschamil hat die Bereitschaft signalisiert, über einen Rücktritt von Staatschef Baschar al-Assad zu verhandeln. "Wir sind sogar bereit, dieses Thema zu diskutieren", sagte Dschamil am Dienstag bei einem Besuch in Moskau. Einen Rücktritt Assads jedoch zur Bedingung für Verhandlungen zu machen würde bedeuten, dass diese nicht stattfinden würden.

Weiterhin warf Dschamil bei dem Besuch in Moskau dem Westen vor, Berichte über Chemiewaffen in dem arabischen Land als Vorwand für eine militärische Invasion zu missbrauchen. "Der Westen sucht nach einer Ausrede, um sich direkt in die Angelegenheiten unseres Landes einzumischen", sagte der Vizeregierungschef.

Die Drohung von US-Präsident Barack Obama, notfalls militärisch einzugreifen, falls chemische oder biologische Waffen zur Gefahr für Verbündete wie Israel werden, tat Dschamil ab. Das sei reines Wahlkampfgetöse, sagte er.

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(APD)