Untstützung für islamkritische Partei "Die Freiheit": Geert Wilders soll nach Berlin kommen

Untstützung für islamkritische Partei "Die Freiheit" : Geert Wilders soll nach Berlin kommen

Berlin (RPO). Der als Islamgegner geltende Niederländer Geert Wilders soll am 3. September erneut nach Berlin kommen. Dies kündigte die Partei "Die Freiheit" auf ihrer Internetseite an. Auch Oskar Freysinger von der rechtsnationalen Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der US-amerikanische Islamkritiker Robert Spencer sollen auftreten.

Geert Wilders solle die Partei im Wahlkampf unterstützen, sagte ein Parteisprecher dem "Tagesspiegel". Wilders war bereits am 2. Oktober 2010 auf Einladung des Gründers von "Die Freiheit", René Stadtkewitz, in Berlin aufgetreten. Die CDU-Fraktion hatte den Abgeordneten zuvor ausgeschlossen, weil er sich weigerte, die Einladung für den Rechtspopulisten zurückzuziehen. Mit seiner Partei will er bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September antreten.

Wilders ist wegen seiner islamkritischen Haltung umstritten. Den Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union steht er ablehnend gegenüber und fordert strengere Einwanderungsbeschränkungen für die Niederlande. Zwar wurde seine 2006 gegründete Partei Partij voor de Vrijheid (PVV) in einer 2009 in Auftrag gegebenen Studie niederländischer Extremismusforscher als "nationaldemokratisch" klassifiziert, trotzdem wird Wilders von einigen Politikwissenschaftlern und in den Medien als Rechtspopulist bezeichnet.

Wilders eigenen Aussagen zufolge basiere seine Islamkritik auf der "Unmenschlichkeit" der islamischen Lehre. 2007 forderte er in einem Leserbrief an eine überregionale niederländische Tageszeitung sogar das Verbot des Korans in den Niederlanden.

Am 20. Januar 2010 musste Geert Wilders nach zahlreichen Anzeigen wegen islamkritischer Veröffentlichungen schließlich vor Gericht. Vom Vorwurf der Volksverhetzung, welcher der Politiker bezichtigt wurde, war er am 23. Juni 2011 freigesprochen worden. Dem Richtern zufolge bewegten sich die Äußerungen Wilders' im Rahmen der Gesetzgebung.

(apd/rm)
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