Gaza: Viertes Todesopfer in Israel durch Raketenangriffe - 20 Palästinenser tot

Konflikt in Gaza : Viertes Todesopfer in Israel durch Raketenangriffe – mehr als 20 Palästinenser gestorben

Bei den Angriffen militanter Palästinenser im Gazastreifen und Vergeltungsangriffen der israelischen Armee ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen.

Bei einem Raketenangriffen auf Israel habe es am Sonntag ein viertes Todesopfer gegeben, teilte der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld mit. Zur Nationalität des Opfers äußerte er sich nicht. Israelische Medien berichteten, in der Stadt Aschdod sei ein Mann den Verletzungen erlegen, die ihm ein Schrapnell zugefügt habe.

Das Gesundheitsministerium der von der radikalislamischen Hamas geführten Regierung im Gazastreifen erklärte, bei israelischen Angriffen im Norden des Palästinensergebietes seien allein am Sonntag insgesamt 19 Menschen getötet worden, darunter ein vier Monate altes Baby und eine Schwangere. Die israelische Armee wollte sich zunächst nicht zu diesen Angaben äußern. Zu den Todesopfern zählten mindestens sechs militante Palästinenser mit Verbindungen zur Hamas oder der Islamistengruppe Islamischer Dschihad.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief die Konfliktparteien zu "maximaler Zurückhaltung" auf. Guterres verurteile die Raketenangriffe auf Zivilisten in Israel "auf das Schärfste", hieß es am Sonntag in New York in einer Mitteilung der Vereinten Nationen. Alle Seiten sollten "sofort deeskalieren". Der UN-Nahost-Gesandte Nickolay Mladenov arbeite eng mit dem als Vermittler aktiven Ägypten und allen anderen Beteiligten zusammen, "um wieder Ruhe herzustellen", hieß es weiter.

Palästinenser rennen am 5. Mai durch ein Gebäude, das von einem Luftangriff im südlichen Gazastreifen getroffen wurde. Foto: REUTERS/IBRAHEEM ABU MUSTAFA

Die Hamas ist nach Angaben einer Führungsfigur „nicht an einem neuen Krieg“ mit Israel interessiert. Ismail Hanija sagte am Sonntagabend, die Palästinenserorganisation sei zu einer „Rückkehr zum Zustand der Ruhe“ bereit, wenn Israel seine Angriffe beende und sofort beginne, „Übereinkünfte über ein würdevolles Leben umzusetzen“.

(sbl/AFP/AP)
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